Naturzerstörungsfrust!
Re: Naturzerstörungsfrust!
Danke Michael für Deinen Artikel! In OÖ wird versucht über Vertragsnaturschutz Flächen zu retten, abgesehen von verordneten Schutzgebieten.
Wer die Zeitschrift Öko-L nicht kennt oder noch nicht hat, ich kann sie jedem ans Herz legen:
https://botanischergarten.linz.at/7392.php
LG Daniel
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- Stefan Lefnaer
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Re: Naturzerstörungsfrust!
Ich hab mir unlängst die Floristischen Kurzmitteilungen in der letzten Stapfia durchgesehen. Wenn ich lese, was dort im Namen des Naturschutzes alles angesalbt wird, bin ich schon fast über Niederösterreich froh. Dort macht die Naturschutzabteilung gar nichts, salbt aber wenigstens auch nichts an.
Re: Naturzerstörungsfrust!
Stefan Lefnaer hat geschrieben:Ich hab mir unlängst die Floristischen Kurzmitteilungen in der letzten Stapfia durchgesehen. Wenn ich lese, was dort im Namen des Naturschutzes alles angesalbt wird, bin ich schon fast über Niederösterreich froh. Dort macht die Naturschutzabteilung gar nichts, salbt aber wenigstens auch nichts an.
Dann müßtest Du aber auch z.B. Salvia pratensis und Briza media auf die "schwarze Liste" setzen, denn es gibt Autoren die davon ausgehen, dass diese Arten von den Römern über die Alpen gebracht wurden. Je mehr man im Detail recherchiert, desto mehr entpuppen sich unsere artenreichen Magerwiesen als Kulturrelikte. :-)
LG Daniel
- Stefan Lefnaer
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Re: Naturzerstörungsfrust!
Viele Botaniker, inklusive mir, sehen einen Unterschied zwischen 1) Archäophyten und Paläophyten, die zwischen dem Neolithikum und 1492 durch menschliche Aktivität unbeabsichtigt zu uns kamen, zwischenzeitlich gut eingenischt sind, unsere Artenvielfalt bereichern und in der Roten Liste bewertet werden und 2) rezent angesalbten Vorkommen, die eine potentielle Florenverfälschung darstellen. Nämlich indem Arten geographisch wohin gebracht werden, wo sie natürlich nicht vorkamen, oder durch Einbringung von genetisch abweichenden Individuen aus anderen Populationen. Das künstliche Aufbringen von Organismen in der Natur ist aus meiner Sicht nur in engen Grenzen zulässig, z.B. indem Mähgut mit Diasporen auf eine Nachbarfläche verbracht wird oder wenn Diasporen einer Population entnommen, andernorts vermehrt und dann am Ursprungsort ausgebracht werden. Zudem muss dies exakt und nachvollziehbar dokumentiert werden (was in OÖ zumindest grundsätzlich der Fall zu sein scheint).
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