größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
- Norbert Griebl
- Beiträge: 1027
- Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:59
Re: größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
Hallo Markus, hallo Hermann!
Danke für die Rückmeldungen. Anacamptis pyramidalis ist wirklich interessant - haben wir trotz intensiven Suchens nicht gefunden.
Interessant heuer auch die Frohnwiesen (Frauenwiesen) bei Loretto, wo heuer wieder Dactylorhiza x thellungiana (Dac. incarnata x D. traunsteineri) wie aus dem Bilderbuch zu finden sind - Foto habe ich angehängt.
Benannt ist die Hybride zu Ehren des Schweizer Botanikers Albert THELLUNG (1881-1928). THELLUNG war Professor an der Universität Zürich und Mitarbeiter der „Flora der Schweiz“. Für das monumentale Standartwerk Gustav HEGIs, die „Illustrierte Flora von Mitteleuropa“ bearbeitete THELLUNG mehrere schwierige Gattungen, außerdem ist er maßgeblich mitverantwortlich für die systematische Einteilung der Adventivflora Mitteleuropas. Die Süßgräsergattung Thellungia trägt neben der Dactylorhiza-Hybride seinen Namen.
Die Hybride wurde früher meist als Gattungshybride aus Anacamptis palustris x Dactylorhiza incarnata angesehen, bis man erkannte, dass hier auch Dactylorhiza traunsteineri vorkommt und dass es sich um die Hybride aus Dac. incarnata x D. traunsteineri handelt.
Heuer sind auf den Frohnwiesen (Frauenwiesen) auch wieder sehr schöne Anacamptis palustris zu sehen, die jetzt gerade in Vollblüte stehen. Der nördliche Teil der Wiesen wurde heuer leider zu früh gemäht, nämlich gerade, als die schönsten Orchideen blühten. In diesem Teilbereich kommt sonst auch immer Anacamptis palustris vor.
Liebe Grüße
Norbert
Danke für die Rückmeldungen. Anacamptis pyramidalis ist wirklich interessant - haben wir trotz intensiven Suchens nicht gefunden.
Interessant heuer auch die Frohnwiesen (Frauenwiesen) bei Loretto, wo heuer wieder Dactylorhiza x thellungiana (Dac. incarnata x D. traunsteineri) wie aus dem Bilderbuch zu finden sind - Foto habe ich angehängt.
Benannt ist die Hybride zu Ehren des Schweizer Botanikers Albert THELLUNG (1881-1928). THELLUNG war Professor an der Universität Zürich und Mitarbeiter der „Flora der Schweiz“. Für das monumentale Standartwerk Gustav HEGIs, die „Illustrierte Flora von Mitteleuropa“ bearbeitete THELLUNG mehrere schwierige Gattungen, außerdem ist er maßgeblich mitverantwortlich für die systematische Einteilung der Adventivflora Mitteleuropas. Die Süßgräsergattung Thellungia trägt neben der Dactylorhiza-Hybride seinen Namen.
Die Hybride wurde früher meist als Gattungshybride aus Anacamptis palustris x Dactylorhiza incarnata angesehen, bis man erkannte, dass hier auch Dactylorhiza traunsteineri vorkommt und dass es sich um die Hybride aus Dac. incarnata x D. traunsteineri handelt.
Heuer sind auf den Frohnwiesen (Frauenwiesen) auch wieder sehr schöne Anacamptis palustris zu sehen, die jetzt gerade in Vollblüte stehen. Der nördliche Teil der Wiesen wurde heuer leider zu früh gemäht, nämlich gerade, als die schönsten Orchideen blühten. In diesem Teilbereich kommt sonst auch immer Anacamptis palustris vor.
Liebe Grüße
Norbert
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- Dac. incarnata x D. traunsteineri.B-Frauenwiesen 26.5.18.JPG (698.26 KiB) 10982 mal betrachtet
Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
- Norbert Griebl
- Beiträge: 1027
- Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:59
Re: größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
Liebes Forum!
Nach Rücksprache mit mehreren Blumenfreunden, welche die Stotzinger Wiesen heuer zu unterschiedlichen Zeiten besuchten, muss ich die Orchideenartenliste und die Stückzahlen nach oben korrigieren.
In den Stotzinger Wiesen waren heuer zu finden:
Ophrys insectifera (ca. 200 Stk.)
Ophrys sphegodes (ca. 300 Stk. )
Ophrys holoserica (> 2000 Stk.)
Orchis militaris (zerstreut)
Orchis purpurea (sehr selten)
Neotinea ustulata (ca. 400 Stk.)
Neottia ovata (1 Stk.)
Himantoglossum adriaticum (2 Stk.)
Anacamptis morio (sehr selten)
Anacamptis pyramidalis (1 Stk., danke Markus Sabor)
Epipactis atrorubens (im Randbereich)
Cephalanthera damasonium (im angrenzenden Waldsaum)
Cephalanthera longifolia (am Wiesenrand)
Liebe Grüße
Norbert
Nach Rücksprache mit mehreren Blumenfreunden, welche die Stotzinger Wiesen heuer zu unterschiedlichen Zeiten besuchten, muss ich die Orchideenartenliste und die Stückzahlen nach oben korrigieren.
In den Stotzinger Wiesen waren heuer zu finden:
Ophrys insectifera (ca. 200 Stk.)
Ophrys sphegodes (ca. 300 Stk. )
Ophrys holoserica (> 2000 Stk.)
Orchis militaris (zerstreut)
Orchis purpurea (sehr selten)
Neotinea ustulata (ca. 400 Stk.)
Neottia ovata (1 Stk.)
Himantoglossum adriaticum (2 Stk.)
Anacamptis morio (sehr selten)
Anacamptis pyramidalis (1 Stk., danke Markus Sabor)
Epipactis atrorubens (im Randbereich)
Cephalanthera damasonium (im angrenzenden Waldsaum)
Cephalanthera longifolia (am Wiesenrand)
Liebe Grüße
Norbert
Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
- Norbert Griebl
- Beiträge: 1027
- Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:59
Re: größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
Liebes Forum,
ich war gestern auf der Stotzinger Heide um zu sehen, was alles schon blüht.
Durch die Trockenheit ist alles ein bisschen kleiner und zerrupfter,
aber dennoch sind reichlich Ophrys sphegodes (Vollblüte bis knospig), Ophrys holosericea (vollknospig bis aufblühend), Ophrys insectifera (vollknospig bis Vollblüte) zu sehen. Totalausfall war bei Orchis militaris und Anacamptis morio zu verzeichnen, hingegen war Orchis purpurea mit 36 blühenden Pflanzen so stark wie in den beiden letzten Jahren nicht. Von Neotinea ustulata waren nur 2 blühende Pflanzen zu finden, was aber auch der frühen Jahreszeit geschuldet sein kann. Insgesamt ist es noch zu früh im Jahr, als aussagekräftige Stückzahlen nennen zu können. Anbei ein paar Bilder,
LG Norbert
ich war gestern auf der Stotzinger Heide um zu sehen, was alles schon blüht.
Durch die Trockenheit ist alles ein bisschen kleiner und zerrupfter,
aber dennoch sind reichlich Ophrys sphegodes (Vollblüte bis knospig), Ophrys holosericea (vollknospig bis aufblühend), Ophrys insectifera (vollknospig bis Vollblüte) zu sehen. Totalausfall war bei Orchis militaris und Anacamptis morio zu verzeichnen, hingegen war Orchis purpurea mit 36 blühenden Pflanzen so stark wie in den beiden letzten Jahren nicht. Von Neotinea ustulata waren nur 2 blühende Pflanzen zu finden, was aber auch der frühen Jahreszeit geschuldet sein kann. Insgesamt ist es noch zu früh im Jahr, als aussagekräftige Stückzahlen nennen zu können. Anbei ein paar Bilder,
LG Norbert
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Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
Re: größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
Hallo Norbert!
Tolle Funde! Eine Frage zu Ophrys sphegodes: haben dort alle so breite gelbe Ränder? Presser beschreibt eine "seltenere Form mit gelbem Rand im Oberrheintal"!
LG Josef
Tolle Funde! Eine Frage zu Ophrys sphegodes: haben dort alle so breite gelbe Ränder? Presser beschreibt eine "seltenere Form mit gelbem Rand im Oberrheintal"!
LG Josef
Re: größtes Hummel-Ragwurz-Vorkommen Österreichs
Hast du die 3 Albinos von N.ustulata gesehen?
LG Reini BR
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