Segetalflora 2020
- Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2020
Sehr ehrenvoll, der Witterung zu trotzen; nur die Harten kommen in den Garten. Mit Phelipanche purpurea, dieser Schönheit, wurdest Du wahrlich belohnt.
Wie unterscheidet man Chenopodium opulifolium vegetativ von C. album subsp. borbasii?
Wie unterscheidet man Chenopodium opulifolium vegetativ von C. album subsp. borbasii?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2020
Bei Chenopodium opulifolium sind auch die obersten LB ungefähr gleich breit wie lang und gelappt (meist mit zwei größeren Zipfeln).
- Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2020
Sehr viel Unterschied kann ich nicht erkennen, siehe hier, aber vielleicht kommt das ja noch.
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- Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2020
So hat es mir zumindest Johannes Walter auf Krk erklärt (im Herbst, da sehen die Pflanzen natürlich wieder anders aus). Bei den Pflanzen oben war ich mir auch ganz sicher, v.a. weil die LB etwas zu wenig dicklich waren, allerdings sehr mehlig, gleich breit wie lang und eher klein, was für Ch. opulifolium spricht. Ich werde dann den Beleg nochmals studieren.
- Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2020
Das oben angesprochene Filago bei Großebersdorf (Bezirk Mistelbach), siehe den Beitrag vom 15. Mai 2020, hat sich nun erfreulicherweise als Massenbestand von Filago vulgaris (= F. germanica) CR entpuppt! Ich habe diese Art erst einmal in Österreich gesehen, nämlich bei den Alten Schanzen bei Stammersdorf. Dort allerdings nur sehr wenige Individuen. Hier dürften es hunderte sein. Janchen (1977) schrieb darüber: "NÖ.: Wienerwald: Satzberg, Mauerbach, Hintersdorf; Steinfeld: Weikersdorf am Steinfeld, Neunkirchen; Bucklige Welt: Thernberg, Wiesmath, Edlitz, Aspang; Semmeringgebiet: Prein; Alpenvorland: St. Pölten, Scheibbs; Wachau: Schönbühel, Melk, Scheibenhof bei Krems; nördl. Waldviertel: Klein-Zwettl (nordwestl. v. Thaya); südl. Weinviertel: Rohrwald (auf dem Dobler hfg.), Kreuzenstein; Marchegg.". Also war dieser Fundort damals auch nicht bekannt. Jurasky (1980) gibt die Art für das Weinviertel interessanterweise gar nicht an. Hier noch wetterbedingt schlechte Fotos (anscheinend muss der Leidensdruck groß und nass sein, wenn man solche Raritäten finden will; aber ich mach es ja für die Wissenschaft :-):
Zudem hat sich das oben erwähnte Einzelstück von Lathyrus aphaca als Vorhut erwiesen. Nun findet sich die Art in der Brache und auf den Äckern herum mehrfach. Auch Legousia speculum-veneris im Pann VU und Agrostemma githago CR , hier auch wohl nicht angesalbt, waren mehrfach vorhanden. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, wie wichtig es wäre den Landnutzungsdruck zu verringern und Äcker zeitweise als Brachen außer Dienst zu stellen (allerdings ist ein gelegentlicher Umbruch nötig um eine Verbrachung und Verbuschung zu verhindern) und in den bewirtschafteten Flächen weniger Kunstdünger und Herbizide einzusetzen. Die Biodiverstät würde sofort zunehmen und noch nicht ganz ausgestorbene Arten könnten wieder größere Populationen aufbauen.
Zudem hat sich das oben erwähnte Einzelstück von Lathyrus aphaca als Vorhut erwiesen. Nun findet sich die Art in der Brache und auf den Äckern herum mehrfach. Auch Legousia speculum-veneris im Pann VU und Agrostemma githago CR , hier auch wohl nicht angesalbt, waren mehrfach vorhanden. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, wie wichtig es wäre den Landnutzungsdruck zu verringern und Äcker zeitweise als Brachen außer Dienst zu stellen (allerdings ist ein gelegentlicher Umbruch nötig um eine Verbrachung und Verbuschung zu verhindern) und in den bewirtschafteten Flächen weniger Kunstdünger und Herbizide einzusetzen. Die Biodiverstät würde sofort zunehmen und noch nicht ganz ausgestorbene Arten könnten wieder größere Populationen aufbauen.
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