Segetalflora 2020

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Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2020

Beitragvon Jürgen Baldinger » Samstag 20. Juni 2020, 20:51

Großartiger Fund.

Ich bin punkto Zukunft der Landwirtschaft voll bei Dir. Interessant, dass im Ellenberg, 6. Auflage, die relativ hohe Ausbreitungslimitierung und die kurzlebige Samenbank vieler Segetalarten betont wird. Einmal ausgeräumte Gebiete würden sehr lange für die Wiederansiedlung von Arten brauchen. Einziger nennenswerten Vektor seien landwirtschaftliche Fahrzeuge. Vielleicht ist es ja das, vielleicht kann anthropogen eh viel und schnell wieder "eingeschleppt" werden?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"

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Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2020

Beitragvon Stefan Lefnaer » Samstag 20. Juni 2020, 20:58

Vermutlich hängt es auch von der jeweiligen Art ab und die Wiederbesiedelung funktioniert nicht überall gleich gut. Eine andere Möglichkeit wären kleine Populationen, die unbemerkt wo überlebt haben und sich dann wieder ausbreiten.

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Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2020

Beitragvon Stefan Lefnaer » Dienstag 23. Juni 2020, 07:15

Nachdem ich die letzten zwei Male bei Großebersdorf (Bezirk Mistelbach) im strömenden Regen herumgetaumelt bin, habe ich den gestrigen schönen Abend genützt um mir die Äcker und Brachen nochmals bei Sonne anzusehen. Hier ein paar Fotos. Agrostemma githago  CR :

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Filago vulgaris (= F. germanica)  CR  Massenbestand:

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Lathyrus aphaca, wie schon geschrieben zahlreich, eine mediterrane Art die sich bei uns ausbreiten dürfte:

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Neu für den Quadranten fand ich Lathyrus hirsutus  EN . Auch diese Art dürfte sich ausbreiten, ich finde sie jedenfalls ständig.

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Re: Segetalflora 2020

Beitragvon Peter Pilsl » Dienstag 23. Juni 2020, 11:30

ich beneide euch um die schöne Segetalflora, die aber wohl auch nur in Ausnahmefällen zu finden sein wird. Bei uns in Salzburg gibt es leider im Grünland zunehmend nur einförmig grünen Einheitsbrei und auf den wenigen Äckern müssen wir schon froh sein mal eine Kornblume, Klatschmohn oder Legousia zu finden!
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Re: Segetalflora 2020

Beitragvon Oliver Stöhr » Dienstag 23. Juni 2020, 19:34

Absolut korrekt Peter - immerhin konnte ich vor kurzem in Anthering ein Bio-Getreidefeld mit Odontites vernus, Aphanes arvensis, Geranium divaricatum und Valerianella cf. dentata sehen. Von solchen Arten kann man auch in Osttirol nur träumen! Hier sucht man schon segetalen Papaver rhoeas vergebens und man begnügt sich mit Arten wie Viola arvensis, Arenaria serpyllifolia, Arabidopsis thaliana oder Capsella bursa-pastoris ...
Viele Grüße
Oliver

P.S: Die oben genannten Beikräuter scheinen im Sbg-Atlas für den Flachgau noch recht verbreitet auf; hier dürfte aber schon ein massiver Rückgang seit der Atlas-Kartierung stattgefunden haben ...
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