Mein neuer Garten

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Stefan Lefnaer
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Re: Mein neuer Garten

Beitragvon Stefan Lefnaer » Dienstag 20. April 2021, 21:19

Störungen wie Mähen, Beweidung etc. können aber auch durchaus die Biodiversität fördern bzw. ist sie i.d.R. bei mittleren Störregimen am höchsten. Auch in der Natur ist nichts statisch und es gibt starke Störungen, wie Hochwässer in Auen, Baumbruch durch Winterstürme, Waldbrände, Lawinen die Wälder wegreissen, starken Fraß durch Insekten und Großsäuger, Borkenkäfer, Pathogene, Bodenturbation, Säuger die im Boden wühlen oder an Lagerstellen alles zertrampeln usw. durch die die Sukzession zurückgesetzt und "die Karten neu gemischt" werden. Am höchsten ist die Biodiversität wenn ein Mosaik an verschieden und verschieden stark gestörten Flächen besteht. So gesehen sind beschränkte anthropogene Eingriffe im Garten sicher kein Problem.

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Norbert Sauberer
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Re: Mein neuer Garten

Beitragvon Norbert Sauberer » Mittwoch 21. April 2021, 06:57

Ich habe 20 Jahre lang einen Garten betreut, der mehr als 300 wilde und kultivierte Pflanzenarten beherbergt(e), davon ca. 2/3 wild und 1/3 kultiviert. Meind Strategie lautete: Kontrollierte Wildnis! Wenn was von selbst aufgekommen und harmlos ist, oder gut dorthin passt, wurde es immer stehen gelassen. Entfernt oder zumindest in die Schranken gewiesen wurde gezielt nur das was zu stark wucherte oder zu starken Schatten machte (wo wir keinen Schatten haben wollten). Pflanzen die für blütenbesuchende Insekten wertvoll sind, aber dann zu starker Ausbreitung neigen wurden nach der Blütezeit eingekürzt oder ausgerissen.

Ralph
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Re: Mein neuer Garten

Beitragvon Ralph » Freitag 23. April 2021, 09:21

Guten Morgen,

Ich bin leicht verwirrt. Wollte jetzt den Kirschbaumsteckling umpflanzen. Fing an zu buddeln und bekam ihn nicht raus. Buddelte weiter und musste feststellen, das ist keine eigene Pflanze. Das Ding wächst aus einem Wurzelausläufer der aus der Richtung eines naheliegenden Krischbaums kommt. Kann es sein, dass ein Kirschbaum in Wahrheit eine ganze Gruppe von Kirschbäumen ist welche sich eine gemeinsame Wurzel teilen?

LG
Ralph

kurt nadler
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Re: Mein neuer Garten

Beitragvon kurt nadler » Freitag 23. April 2021, 09:34

manche kirschen machen so wie manche zwetschken wurzelausläufer. das funktioniert dann so wie bei den nordamerikanischen zitterpappeln, von denen man sagt, das eine einzige pflanze einen ganzen wald bilden kann. das ist eine effiziente ausbreitungsstrategie von pionierpflanzen: irgendwo aus dem samen keimen, aufwachsen und seitwärts ausbreiten über wurzeltriebe.

in der gartenpraxis: wenn der trieb eigene wurzeln hat, kannst ihn am leben haltend umsetzen - auch wenn das während der belaubungszeit ein bissl gefährlich für die pflanze sein kann. wenn nicht, bist du da früher oder später am entscheidungspunkt: abschneiden oder baum werden lassen.

in unsrem klima ist die vegetation von sich aus bestrebt, möglichst schnell wald zu werden...

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Hermann Falkner
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Re: Mein neuer Garten

Beitragvon Hermann Falkner » Freitag 23. April 2021, 09:37

Kirschen sind jetzt nicht so die Ausläufer-Problempflanzen (das ist eher die Zwetschken-Vewandtschaft), aber die Indizien sind ja wohl eindeutig - Kirschbaum schuldig im Sinn der Anklage ;-)
dh ja: offenbar ein Ausläufer

(hat sich mit Kurts Beitrag überschnitten ;-)


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