Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern
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Oliver Stöhr
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Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern
Liebe alle,
wer kennt Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern?
Ich habe heuer in Lavant / Osttirol ein Individuum fotografiert, deren Grundblätter eine große (normal gestaltete) Endfieder und (deutlich) kleine Seitenfiedern aufwiesen. In der Literatur habe ich für Verbascum nigrum eine solche Merkmalsausprägung nicht gefunden!?
Viele Grüße
Oliver
wer kennt Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern?
Ich habe heuer in Lavant / Osttirol ein Individuum fotografiert, deren Grundblätter eine große (normal gestaltete) Endfieder und (deutlich) kleine Seitenfiedern aufwiesen. In der Literatur habe ich für Verbascum nigrum eine solche Merkmalsausprägung nicht gefunden!?
Viele Grüße
Oliver
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- Georg Pflugbeil
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Re: Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern
Spannend.... das macht scheinbar V. chaixii ssp. chaixii (http://blumeninschwaben.de/Zweikeimblae ... ixii.htm#2). Die scheint mir auch dort nicht unmöglich, da sie in Norditalien vorkommt. Es könnte die Sippe selbst sein oder ein Hybrid damit. Dazu passt auch, dass die Staubfäden dunkelviolett sind (wie bei nigrum und chaixii), während sie bei Hybriden mit den weißwolligen Arten an Intensität verlieren.
lg, Georg
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Oliver Stöhr
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Re: Verbascum nigrum mit geteilten Grundblättern
Lieber Georg,
danke für die Information zu Verbascum chaixii ssp. chaixii, obwohl ich ausschließe, dass es sich bei bei der abgebildeten Pflanzen um diese Sippe handelt, da die Grundblattform (insbes. der Blattgrund) und der Blütenstandstyp nicht wirklich deren Merkmalen entsprechen. Eine Hybride wäre an sich denkbar, aber auch da erkenne ich keine Merkmale einer anderen Verbascum-Art, die hier beteiligt sein könnte.
Bei uns in Osttirol kommt Verbascum chaixii ssp. austriacum regelmäßig vor, eine mutmaßliche Hybride mit V. nigrum ist im folgenden Beitrag von D. Brandes abgebildet: https://publikationsserver.tu-braunschw ... haixii.pdf
Übrigens findet man bei uns in Osttirol Verbascum chaixii ssp. austriacum oft sympatrisch mit V. nigrum. Ich erwähne das, weil in der EFÖLS 2008 angegeben wird, dass V. nigrum mit Verbascum chaixii ssp. austriacum ökogeografisch vikariieren soll, was m.E. zu hoch gegriffen ist.
Verbascum chaixii ssp. chaixii kommt in Österreich übrigens - soweit bisher bekannt - indigen nicht vor. Es gibt lediglich eine Angabe eines ruderalen Vorkommens aus Nordtirol von K. Pagitz, das nach einer jüngsten Mitt. des Autors als neophytisch geführt wird (vgl. https://www.zobodat.at/pdf/NEIL_5_0115-0129.pdf). Auch das ist erwähnenswert, weil in der EFÖLS 2008 diese Sippe für Österreich bzw. Nordtirol nicht als Neophyt gekennzeichnet ist.
Viele Grüße
Oliver
danke für die Information zu Verbascum chaixii ssp. chaixii, obwohl ich ausschließe, dass es sich bei bei der abgebildeten Pflanzen um diese Sippe handelt, da die Grundblattform (insbes. der Blattgrund) und der Blütenstandstyp nicht wirklich deren Merkmalen entsprechen. Eine Hybride wäre an sich denkbar, aber auch da erkenne ich keine Merkmale einer anderen Verbascum-Art, die hier beteiligt sein könnte.
Bei uns in Osttirol kommt Verbascum chaixii ssp. austriacum regelmäßig vor, eine mutmaßliche Hybride mit V. nigrum ist im folgenden Beitrag von D. Brandes abgebildet: https://publikationsserver.tu-braunschw ... haixii.pdf
Übrigens findet man bei uns in Osttirol Verbascum chaixii ssp. austriacum oft sympatrisch mit V. nigrum. Ich erwähne das, weil in der EFÖLS 2008 angegeben wird, dass V. nigrum mit Verbascum chaixii ssp. austriacum ökogeografisch vikariieren soll, was m.E. zu hoch gegriffen ist.
Verbascum chaixii ssp. chaixii kommt in Österreich übrigens - soweit bisher bekannt - indigen nicht vor. Es gibt lediglich eine Angabe eines ruderalen Vorkommens aus Nordtirol von K. Pagitz, das nach einer jüngsten Mitt. des Autors als neophytisch geführt wird (vgl. https://www.zobodat.at/pdf/NEIL_5_0115-0129.pdf). Auch das ist erwähnenswert, weil in der EFÖLS 2008 diese Sippe für Österreich bzw. Nordtirol nicht als Neophyt gekennzeichnet ist.
Viele Grüße
Oliver
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