Weinviertler Halbtrockenrasen

Wie das Kostbare erhalten? Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Interviews
Scotiella
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Re: Weinviertler Halbtrockenrasen

Beitragvon Scotiella » Mittwoch 12. Oktober 2022, 20:46

Vielen Dank zur Geschichte der Gegend und den fotografischen Eindrücken. Ganz so intensiv war wohl der Weinbau in diesen Hügellagen nie, sonst würde man heute nicht so viele nette Arten noch finden?
LG Daniel

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Stefan Lefnaer
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Re: Weinviertler Halbtrockenrasen

Beitragvon Stefan Lefnaer » Mittwoch 12. Oktober 2022, 21:08

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war er wohl nicht intensiv, aber flächenmäßig sehr ausgedehnt, wie man im Kataster erkennt. In der Frühen Neuzeit waren Wein, Bier usw. die gewöhnlichen Getränke der Bevölkerung da das Grundwasser meist verseucht und daher ungenießbar war. Die Menschen waren von Kindesbeinen an Schweralkoholiker und litten im Alter an Gicht und sonstigen Krankheiten (sofern sie nicht von Anfang an geschädigt waren, "Dorftrottel" nannte man das früher). Handwerker wurden früher u.a. in Naturalien entlohnt. Aus den erhaltenen Abrechnungen sieht man dann, dass sie z.B zwei, drei Liter Wein pro Tag (!) erhielen. Da kann man sich vorstellen wie viele Rieden notwendig waren um diese Menge Wein zu produzieren.

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Re: Weinviertler Halbtrockenrasen

Beitragvon Stefan Lefnaer » Samstag 6. Mai 2023, 22:02

Auf den Weinviertler Halbtrockenrasen i.w.S. ist im Moment (noch?) nicht viel los (ist das woanders auch so?). Möglicherweise liegt es an der Frühlingstrockenheit, die viele Arten am Keimen und Austreiben gehindert hat. Von nächst Herzogbirbaum kann ich u.a. folgendes vermelden: ein Individuum von Orchis militaris  VU  auf einer trockenen Wiese.

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Orchis purpurea  VU , aber mit nur einem Individuum an einem Gebüschrand. Normalerweise tritt diese nicht so seltene Orchidee rudelweise auf.

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Polygala major  EN  auf einer verbuschenden Weingartenbrache:

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Re: Weinviertler Halbtrockenrasen

Beitragvon Stefan Lefnaer » Samstag 13. Mai 2023, 22:37

Heute habe ich mir eine Wiesenbrache im Übergang zu einem Halbtrockenrasen westlich von Grußmugl angesehen. Die Fläche ist an allen Seiten von Wald umgeben und daher etwas feuchter als die Fläche über die ich oben berichtet habe. Das dürfte der Grund sein, das hier trotz des trockenen Frühjahrs mehr Arten aufzufinden waren. Diese waren u.a. Lathyrus aphaca  n 

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Orchis purpurea  VU 

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Carex ornithopoda subsp. ornithopoda  LC , im PA  EN 

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Anemone sylvestris  VU 

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Polygala major  EN 

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