Oliver Stöhr hat geschrieben:Habe seit letztem Freitag ohne viel Suchen drei weitere Vorkommen von Microbotryum silenes-inflatae auf Atocion rupestre in Osttirol gefunden - also sicher keine Seltenheit!
Hallo Oliver!
Selten oder nicht, das ist wohl immer eine Aussage mit Unsicherheitsfaktor.
Wenn niemand darauf achtet und niemand Beobachtungen an zentrale Sammelstellen weitergibt, dann ist etwas selten, was vielleicht gar nicht so selten wäre.
Wie man sieht konnten ja in den letzten Jahren hier im Forum einige interessante Nachweise bei verschiedenen Arten durch verschiedene Beobachter erbracht werden.
Bei diesen Pflanzenpilzen ist das zeitliche Auftreten z.T. recht kurz, wenn da niemand interessierter und wissender! zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist, gibt es gar keine Nachweismöglichkeit.
Es gibt im südlichen NÖ an vielen Stellen Scilla vindobonensis, Meldungen mit Befall liegen aber so gut wie keine vor. Es gibt nur eine starke "Verbreitung" rund um Breitenfurt, und das sind meine Begehungen.
Bei diesen Pflanzenpilzen hat wohl das Wetter auch nicht zu unterschätzende Auswirkung.
Bei kompletter Trockenheit gibt es wohl weniger Pilzbefall, und bei mehreren Regengüssen wie in den letzten Tagen sind allfällige befallene Pflanzen recht schnell wieder "sauber".
Es dürfte aber auch regional recht unterschiedlich sein.
Stellaria holostea wurde hier mehrmals gemeldet, in den großen Beständen des Wienerwaldes ist mir aber auch heuer kein Nachweis gelungen.
Auch bei Scilla vindobonensis ist nicht immer ein Befall vorhanden, obwohl die Bestände relativ nahe liegen.
Ist natürlich Unsinn, es scheint aber so, wie wenn die Wiener Stadtgrenze eine Verbreitungsgrenze wäre. Bestände kurz vor der Stadtgrenze sind mit Befall, Bestände kurz nach der Stadtgrenze weisen nichts auf, und das seit einigen Jahren Begehungen.
LG Markus


