Orobanche s. lat. 2026
- Stefan Lefnaer
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Orobanche s. lat. 2026
Heute im Ernstbrunner Wald auf einer südexponierten Waldschneise ein halbes Dutzend Individuen von Orobanche caryophyllacea NT , im PA EN — L8 T6 K6 F3 R8 N3 S0 (neu für Qu. 7363-4). Der Wirt, Galium album s.str. LC — L7 T6 Ki F5 R6 N6 S1 , gleich nebenan. Der Gewürznelkengeruch der Sommerwurz war trotz Nässe und einstelliger Temperatur schon in einem halben Meter Entfernung wahrnehmbar.
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Aufgrund der Trockenheit sind die Orobanchen heuer etwas mau. Als Lückenfüller daher häufigere, aber durchaus schöne Arten. Phelipanche purpurea s.str. VU — L8 T7 K6 F3 R8 N3 S0 beim Friedenskreuz Ladendorf:
Orobanche lutea NT — L7 T6 Ki F3 R8 N4 S0 am Waschberg:
Orobanche lutea NT — L7 T6 Ki F3 R8 N4 S0 am Waschberg:
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Siehe auch hier.
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Auf der Donauinsel beim DICCA-Teich Orobanche gracilis NT — L8 T6 K3 F3 R7 N4 S0 , neu für Qu. 7764-3:
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Heute am Abend habe ich mir den Gebmannsberg bei Ernstbrunn angesehen. Orobanche centaurina EN — L8 T7 K5 F4 R8 N3 S0 kenne ich von dort schon. Sie erblüht demnächst:
Auch dass die gar nicht so seltene Phelipanche purpurea s.str. VU — L8 T7 K6 F3 R8 N3 S0 dort in großer Zahl vorkommt, war mir bekannt:
Man kann schon auf den Fotos erkennen, dass in der trockenen Wiese nicht nur viel Schafgarbe, sondern auch zahlreich Picris hieracioides LC — L8 T7 K3 F5 R7 N5 S0 wächst. Also hielt ich Ausschau und fand tatsächlich eine Pflanze von Orobanche picridis CR — L8 T7 K4 F4 R7 N4 S0 . Das ist ein Neufund für Qu. 7464-3 und mein zehnter Fundpunkt der Art im Weinviertel. Für eine Art, die bis vor kurzem als in Österreich ausgestorben galt, ist das schon erstaunlich, liegt aber wohl eher an mangelnder Kartiertätigkeit im 20. Jahrhundert.
Auch dass die gar nicht so seltene Phelipanche purpurea s.str. VU — L8 T7 K6 F3 R8 N3 S0 dort in großer Zahl vorkommt, war mir bekannt:
Man kann schon auf den Fotos erkennen, dass in der trockenen Wiese nicht nur viel Schafgarbe, sondern auch zahlreich Picris hieracioides LC — L8 T7 K3 F5 R7 N5 S0 wächst. Also hielt ich Ausschau und fand tatsächlich eine Pflanze von Orobanche picridis CR — L8 T7 K4 F4 R7 N4 S0 . Das ist ein Neufund für Qu. 7464-3 und mein zehnter Fundpunkt der Art im Weinviertel. Für eine Art, die bis vor kurzem als in Österreich ausgestorben galt, ist das schon erstaunlich, liegt aber wohl eher an mangelnder Kartiertätigkeit im 20. Jahrhundert.
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Heute war ich bei Wolkersdorf unterwegs. Dies vor dem Hintergrund, dass ich in vier Quadranten nördlich davon in den letzten Jahren Phelipanche arenaria nachweisen konnte. Also dachte ich, die Art könnte dort auch vorkommen und hielt nach sandigen Brachen mit Artemisia campestris Ausschau. Meine Zielart fand ich nicht, dafür das hier:
Leider war ich zwei bis drei Wochen zu spät, nun ist alles braun. Man erkennt allerdings anhand der fehlenden Vorblätter, dass es sich um eine Orobanche, keine Phelipanche handelt. Zudem erkennt man eine wollige Behaarung. Das zusammen mit dem Fundort direkt neben Artemisia campestris deutet für mich stark darauf hin, dass es sich um Orobanche coerulescens CR — L9 T7 K8 F2 R8 N1 S0 handelt.
Ich werde also nächstes Jahr, diesmal früher im Jahr, nochmals hinpilgern. Das sind so die Leiden der Orobanchologen. Die Orobanchen sind nur kurz im Jahr bestimmbar, zuvor sind sie nicht voll aufgeblüht, danach vertrocknet. Der Vorteil ist allerdings, dass die vertrockneten Pflanzen noch lange, oft bis ins nächste Jahr stehen bleiben und man sie so sogar im Winter finden und sich vormerken kann. So hat man immer ein Ziel vor Augen und es wird einem nicht fad.
Leider war ich zwei bis drei Wochen zu spät, nun ist alles braun. Man erkennt allerdings anhand der fehlenden Vorblätter, dass es sich um eine Orobanche, keine Phelipanche handelt. Zudem erkennt man eine wollige Behaarung. Das zusammen mit dem Fundort direkt neben Artemisia campestris deutet für mich stark darauf hin, dass es sich um Orobanche coerulescens CR — L9 T7 K8 F2 R8 N1 S0 handelt.
Ich werde also nächstes Jahr, diesmal früher im Jahr, nochmals hinpilgern. Das sind so die Leiden der Orobanchologen. Die Orobanchen sind nur kurz im Jahr bestimmbar, zuvor sind sie nicht voll aufgeblüht, danach vertrocknet. Der Vorteil ist allerdings, dass die vertrockneten Pflanzen noch lange, oft bis ins nächste Jahr stehen bleiben und man sie so sogar im Winter finden und sich vormerken kann. So hat man immer ein Ziel vor Augen und es wird einem nicht fad.
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kurt nadler
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Orobanchen s.l. sind supa!
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Regelsbrunn
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Re: Orobanche s. lat. 2026
Orobanche flava, Au Regelsbrunn/Haslau
siehe viewtopic.php?f=10&t=4520
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Philipp Wogowitsch
Re: Orobanche flava im Pannonikum
Liebe "Orobanchologen"!
Nach den letzten Beiträgen könnte man fast den Eindruck gewinnen, Orobanchen gäbe es nur im Weinviertel und im Pannon! Deshalb hier wieder einmal eine Meldung aus einer andere Gegend: vom Sonneck/Mariazellerland, SH ca. 1100m: In Dolomitschotter am Rande einer Forststraße 2 Gruppen, die ich beide für Orobanche cariophyllacea halte. Labkraut war in beiden Fällen nahebei, aber auch viele andere Arten. Ich meine auch einen schwachen Duft nach Gewürznelken wahrgenommen zu haben. Sollte ich falsch liegen, bitte korrigieren!
LG Josef
Nach den letzten Beiträgen könnte man fast den Eindruck gewinnen, Orobanchen gäbe es nur im Weinviertel und im Pannon! Deshalb hier wieder einmal eine Meldung aus einer andere Gegend: vom Sonneck/Mariazellerland, SH ca. 1100m: In Dolomitschotter am Rande einer Forststraße 2 Gruppen, die ich beide für Orobanche cariophyllacea halte. Labkraut war in beiden Fällen nahebei, aber auch viele andere Arten. Ich meine auch einen schwachen Duft nach Gewürznelken wahrgenommen zu haben. Sollte ich falsch liegen, bitte korrigieren!
LG Josef
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Re: Orobanche flava im Pannonikum
Ich sehe gerade, dass ich mich hier im Thread geirrt habe! Eigentlich war der Beitrag für "Orobanche s. lat. 2026"gedacht. Bitte an Jürgen oder Stefan: wenn möglich verschieben!
LG Josef
LG Josef
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