Orchideen 2026
Re: Orchideen 2026
Beim Schwammerlsuchen bei Schwarzenbach/ St. Veit a.d. Gölsen überraschend gefunden: Epipactis purpurata! Schwammerl leider keine, zu trocken...
LG Josef
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kurt nadler
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Re: Orchideen 2026
Oben viewtopic.php?f=38&t=4457&p=29347#p29347: Mir wurde gesagt, dass das widderi sei, danke an Markus Friedrich. Scheint allgemein nach rhellicani die "acidophilste" Nigritella zu sein.
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Re: Orchideen 2026
kurt nadler hat geschrieben:Oben viewtopic.php?f=38&t=4457&p=29347#p29347: Mir wurde gesagt, dass das widderi sei, danke an Markus Friedrich. Scheint allgemein nach rhellicani die "acidophilste" Nigritella zu sein.
Danke für die Auflösung.
Ist Prof. Foelsche auch der Meinung das es N. widderi ist? Du schreibst ja, das er sie auch gesehen hat.
Der saure Standort ist doch ungewöhnlich, kenne N. widderi persönlich nur von Kalk.
Auch in der Literatur ist immer von Kalk zu lesen (z.B. Eccarius 2022 - Gymnadeniamonograqphie).
Im Juli haben ich im Osten auch noch nie schön blühende N. widderi gesehen. Maximal stark verblühte, gerade noch identifizierbare Reste.
Auf 1600 - 1700 m ist es im Bergland im Osten Ende Juni in der Regel vorbei mit N. widderi, und das gilt für ein "normales" Jahr ohne massiver Hitze und Trockenheit.
Dementsprechend wären diese Exemplare schon besonders.
LG Markus
Re: Orchideen 2026
Zu Nigritella widderi: Die Forststraße auf dem 1. Bild des Beitrags scheint mir sehr hell zu sein; möglicherweise mit Kalk eingeschottert? Das könnte das fast ausschließliche Vorkommen entlang der Straße erklären, wie PRESSER schreibt (Die Orchideen Mitteleuropas und der Alpen, 2. Aufl. 2002, Nikol, Hamburg). Der beim Befahren aufgewirbelte Kalkstaub soll demnach genügen, um kalkholden Pflanzen das Wachstum zu ermöglichen.
Was den Blühzeitpunkt betrifft, so kann Trockenheit ev. auch eine Verschiebung der Blüte nach hinten bewirken; gibt es dann Regen (z.B. einen heftigen Gewitterguss), entschließen sich manche Pflanzen doch noch zur Blüte. Wenn ich mich recht erinnere, gab es heuer im Juni in der Gegend einen solchen Guss, das würde auch das für heuer recht üppige Orchideenwachstum in der Gegend erklären! Gar so viel später ist der Termin ja auch nicht, ich habe etwa am 04.07.2019 am Göller N. widderi fotografiert, auf einem voll besonnten Gratrücken. Aus dem Beitrag geht leider die Lage und Orientierung des Standortes nicht hervor, an einem N- Hang etwa könnte die Blüte später sein; die Stelle scheint mir ja recht üppig bewachsen zu sein.
LG Josef
Was den Blühzeitpunkt betrifft, so kann Trockenheit ev. auch eine Verschiebung der Blüte nach hinten bewirken; gibt es dann Regen (z.B. einen heftigen Gewitterguss), entschließen sich manche Pflanzen doch noch zur Blüte. Wenn ich mich recht erinnere, gab es heuer im Juni in der Gegend einen solchen Guss, das würde auch das für heuer recht üppige Orchideenwachstum in der Gegend erklären! Gar so viel später ist der Termin ja auch nicht, ich habe etwa am 04.07.2019 am Göller N. widderi fotografiert, auf einem voll besonnten Gratrücken. Aus dem Beitrag geht leider die Lage und Orientierung des Standortes nicht hervor, an einem N- Hang etwa könnte die Blüte später sein; die Stelle scheint mir ja recht üppig bewachsen zu sein.
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kurt nadler
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Re: Orchideen 2026
Ja, Richard hat mir geschrieben, dass es widderi ist und dass sein Fund jetzt in einem Vortrag von D. Jakely erwähnt wird. Entweder dort ist wirklich Kalk eingebracht worden - was ich weniger glaube, oder es genügt die Mobilisierung des Silikatsubstrats für genügende Basenfreisetzung. Beispiel Sonnseite Hoher Zinken/Lachtal: Auch dort sind die alten, ungestörten Lebensräume stocksauer, doch um die Murmeltierbauten und um die Straßen gibts dann basiphile Flora, überall, wo Gestein freigelegt wird und keine jahrhundertealten, versauerten Bodendecken vorhanden sind.
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