Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik

= Blütenpflanzen; Bestimmungsfragen
Jiří Danihelka
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik

Beitragvon Jiří Danihelka » Samstag 14. April 2018, 10:19

Eine verspätete Antwort zu den Fotos vom 14.04.2014, March-Auen, Hohenau an der March

Das Veilchen auf den schönen Bildern ist m. E. eine typische Viola pumila. Die untersten Blätter sind auffälig schmal und haben eine keilförmige Basis, die auf den Stiel herabläuft. Auch die sattgrüne Farbe ist da ein gutes Merkmal.

Herzliche Grüße nach dem Süden.

Jiří Danihelka

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Hermann Falkner
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik

Beitragvon Hermann Falkner » Samstag 14. April 2018, 21:24

Lieber Jiří Danihelka,
ganz herzlichen Dank für die Bestimmung von Viola pumila, bei dieser Artengruppe bin ich immer unsicher.
Zu Viola suavis f. alba: ich bin mir ziemlich sicher, noch keine gesehen zu haben, aber ich hab auch nicht bewusst auf die Differenzmerkmale geachtet.
Eine Verwechslung mit weisser Viola odorata ist kaum möglich, auch wegen des Sporns, der bei dieser immer rein weiss ist.
Denkbar wäre bei sehr oberflächlicher Betrachtung eine Verwechslung mit Viola alba subsp. scotophylla, deren Sporn lila ist, Spreitenform und Hochblatt würden aber bei der Diagnose rasch zur richtigrn Bestimmung führen.
Ich werde darauf achten, vielleicht gelingt mir ein Fund.
Für denkbar halte ich schon, dass ein CZ-SK-Kultivar die Grenze gar nicht so leicht - und vor allem nur langsam - überschreitet, bei uns ist fie weisse Viola hirta jedenfalls meines Wissens keine beliebte Gartenpflanze (gewesen).

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Hermann Falkner
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Re:

Beitragvon Hermann Falkner » Montag 16. April 2018, 16:13

Jiří Danihelka hat geschrieben:... Es ist eigentlich schon spät, aber man könnte danach noch an diesem Wochenende schauen...

Leider ist es schon zu spät dafür - Viola suavis ist schon durchwegs verblüht und fruchtend, mir ist zwar gelungen, die eine oder andere Viola suavis zu finden, aber die Krone war entweder nicht mehr vorhanden oder wenn doch (abgefallen, am Boden), dann bläulich, also "reguläre" Viola suavis.

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Stefan Lefnaer
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Viola cf. rupestris

Beitragvon Stefan Lefnaer » Montag 16. April 2018, 20:42

Am Stetter Berg (Bez. Korneuburg) fand ich gestern folgendes Veilchen, das ich als Viola rupestris bestimmt habe. Liege ich da richtig?

Habitus:
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NebenB:
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LBStiel:
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LB:
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Blüte:
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Frkn:
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Oliver Stöhr
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik

Beitragvon Oliver Stöhr » Montag 16. April 2018, 21:16

Lieber Stefan,

ja, Viola rupestris stimmt.

Ich hänge noch ein paar Bilder zur weißblütigen Form dieser gebietsweise seltenen Art dazu (beachte aber den stets violettem Sporn!), die derzeit bei uns in Osttirol in Gartenrasen vielfach und individuenreich zu bewundern sind - wirkliche Zierden sonst monotoner Rasen! Dort wachsen sie mit Carex caryophyllea und Viola hirta, die aber deutlich größere, fast immer rein blaue Blüten aufweist. Interessant ist, dass ich die blauviolett blühende Form von Viola rupestris noch nie in Mehrschnittrasen gesehen habe, sondern immer nur weißblühende Individuen. Im Park Schönbrunn kann man diese übrigens auch antreffen - siehe dazu die kurze Erwähnung im neuen Neilreichia-Band bei meinem Fund von Potentilla micrantha bei den "Floristischen Neufunden" (S. 337).

Viele Grüße
Oliver
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