Digitalis lanata
Re: Digitalis lanata
Im Gebiet des Truppenübungsplatzes Grossmittel im Föhrenwald, ca. visavis vom Fischa-Ursprung wurde sie angebaut...
LG Reini BR
- Norbert Griebl
- Beiträge: 1021
- Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:59
Re: Digitalis lanata
Liebes Forum!
Anbei wieder eine kurze Literaturzusammenfassung dieser interessanten Art:
Ausbreitung: Beheimatet in Südost-Europa von Slowenien, Süd-Ungarn und dem Banat bis Griechenland und Nordanatolien. Als Herzglykosidlieferant und Zierstaude kultiviert und teilweise in ruderal beeinflussten Trockenrasen, Brachfeldern, Weinbergen und Feldrainen verwildert oder verschleppt. Lokal auch eingebürgert, so im Steinfeld Niederösterreichs.
ÖSTERREICH:
Unbeständig bis lokal eingebürgert, so in Niederösterreich zwischen Katzelsdorf und Schloss Eichbüchel im Rosaliengebirge, bei Weißenbach a. d. Triesting, Königsberg und Kaltenberg bei Fischamend, Schranawand bei Ebreichsdorf, Fischa-Dagnitz-Quelle im Steinfeld, Enzersdorf an der Fischa, Traiskirchen, Gramatneusiedl und Glaubendorf in Niederösterreich (JANCHEN 1977, HARTL & WAGENITZ 1975, SAUBERER & TILL 2015, BALDINGER 2018, BALDINGER 2019) und Donauinsel und Wienerberg im 10. Wiener Gemeindebezirk (FALKNER 2019, ROIDER 2014, ADLER & MRKVICKA 2003).
Quellen:
ADLER W. & MRKVICKA Ch. (2003): Die Flora von Wien - gestern und heute – Verlag des Naturhistorischen Mus. Wien, 831 S.
BALDINGER J. (2018): Carlina vulgaris agg. und eine zweite unbekannte Art in: Forum Flora Austria - Forum des Vereins zur Erforschung der Flora Österreichs - http://forum.flora-austria.at/
BALDINGER J. (2019): Digitalis lanata - viewtopic.php?f=10&t=1508
FALKNER H. (2019): Digitalis lanata - viewtopic.php?f=10&t=1508
FISCHER M., OSWALD K. & ADLER W. (2008): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol; 3., verb. Aufl. der „Exkursionsflora von Österreich“ (1994). – Linz: OÖ Landesmuseum; 1392 S.
HARTL D. & WAGENITZ G. (1975): in Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band VI, (Teil 1). – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 631 S.
JANCHEN E. (1977): Flora von Wien, Niederösterreich und Nordburgenland. — Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien 2. Aufl. 757 S.
ROIDER R. (2014): Virtual Herbaria JACQ – Digitalis lanata – https://herbarium.univie.ac.at
SAUBERER N. & TILL W. (2015): Die Flora der Stadtgemeinde Traiskirchen in Niederösterreich: eine kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen. Biodiversität und Naturschutz in Ostösterreich – BCBEA 1/1: 3–63.
Anbei wieder eine kurze Literaturzusammenfassung dieser interessanten Art:
Ausbreitung: Beheimatet in Südost-Europa von Slowenien, Süd-Ungarn und dem Banat bis Griechenland und Nordanatolien. Als Herzglykosidlieferant und Zierstaude kultiviert und teilweise in ruderal beeinflussten Trockenrasen, Brachfeldern, Weinbergen und Feldrainen verwildert oder verschleppt. Lokal auch eingebürgert, so im Steinfeld Niederösterreichs.
ÖSTERREICH:
Unbeständig bis lokal eingebürgert, so in Niederösterreich zwischen Katzelsdorf und Schloss Eichbüchel im Rosaliengebirge, bei Weißenbach a. d. Triesting, Königsberg und Kaltenberg bei Fischamend, Schranawand bei Ebreichsdorf, Fischa-Dagnitz-Quelle im Steinfeld, Enzersdorf an der Fischa, Traiskirchen, Gramatneusiedl und Glaubendorf in Niederösterreich (JANCHEN 1977, HARTL & WAGENITZ 1975, SAUBERER & TILL 2015, BALDINGER 2018, BALDINGER 2019) und Donauinsel und Wienerberg im 10. Wiener Gemeindebezirk (FALKNER 2019, ROIDER 2014, ADLER & MRKVICKA 2003).
Quellen:
ADLER W. & MRKVICKA Ch. (2003): Die Flora von Wien - gestern und heute – Verlag des Naturhistorischen Mus. Wien, 831 S.
BALDINGER J. (2018): Carlina vulgaris agg. und eine zweite unbekannte Art in: Forum Flora Austria - Forum des Vereins zur Erforschung der Flora Österreichs - http://forum.flora-austria.at/
BALDINGER J. (2019): Digitalis lanata - viewtopic.php?f=10&t=1508
FALKNER H. (2019): Digitalis lanata - viewtopic.php?f=10&t=1508
FISCHER M., OSWALD K. & ADLER W. (2008): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol; 3., verb. Aufl. der „Exkursionsflora von Österreich“ (1994). – Linz: OÖ Landesmuseum; 1392 S.
HARTL D. & WAGENITZ G. (1975): in Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band VI, (Teil 1). – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 631 S.
JANCHEN E. (1977): Flora von Wien, Niederösterreich und Nordburgenland. — Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien 2. Aufl. 757 S.
ROIDER R. (2014): Virtual Herbaria JACQ – Digitalis lanata – https://herbarium.univie.ac.at
SAUBERER N. & TILL W. (2015): Die Flora der Stadtgemeinde Traiskirchen in Niederösterreich: eine kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen. Biodiversität und Naturschutz in Ostösterreich – BCBEA 1/1: 3–63.
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Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
Re: Digitalis lanata
Servus Norbert,
deine Ausführungen immer sind grenzgenial. Für mich unvorstellbar so eine umfangreiche Datenbank griffbereit zu haben! Ich hatte diesmal schon insgeheim gehofft, dass du Verbreitungsangaben inkl. Literatur postet :-)
deine Ausführungen immer sind grenzgenial. Für mich unvorstellbar so eine umfangreiche Datenbank griffbereit zu haben! Ich hatte diesmal schon insgeheim gehofft, dass du Verbreitungsangaben inkl. Literatur postet :-)
LG Reini BR
- Jürgen Baldinger
- Beiträge: 4038
- Registriert: Montag 19. September 2016, 19:47
- Wohnort: Wien
Re: Digitalis lanata
Großartig, Norbert, auch von mir ein Dank. Nur eine kleine Einschränkung, dass meine Pflanze aus Enzersdorf/Fischa nach wie vor eine "cf."-Punzierung aufweist. Dass es sich um Digitalis lanata gehandelt haben könnte, scheint mir nach diesem Laubblattvergleich mit Gramatneusiedl aber eine Spur wahrscheinlich geworden. Würdet Ihr das auch so sehen?
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"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Hermann Falkner
- Beiträge: 2078
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Re: Digitalis lanata
Am Standort auf der Donauinsel (Freudenauer Brücke) ist Digitalis lanata inzwischen in Vollblüte.
Heuer zähle ich dort vom Weg aus allerdings noch nicht einmal 10 Individuen (wenn ich den ganzen Hügel abgesucht hätte, kämen vielleicht noch einige wenige dazu) - das ist definitiv weniger als in den letzten Jahren.
Ob das ein Zeichen dafür ist, dass die Art dort im Rückgang ist, kann ich aber nicht definitiv beantworten - das kann auch andre Ursachen haben, etwa Mahd zum "falschen" Zeitpunkt. Durchaus denkbar ist aber natürlich schon auch, dass sich die Art auf Dauer dann doch nicht halten kann und vielleicht in einigen Jahren ganz von dort verschwinden wird.
Heuer zähle ich dort vom Weg aus allerdings noch nicht einmal 10 Individuen (wenn ich den ganzen Hügel abgesucht hätte, kämen vielleicht noch einige wenige dazu) - das ist definitiv weniger als in den letzten Jahren.
Ob das ein Zeichen dafür ist, dass die Art dort im Rückgang ist, kann ich aber nicht definitiv beantworten - das kann auch andre Ursachen haben, etwa Mahd zum "falschen" Zeitpunkt. Durchaus denkbar ist aber natürlich schon auch, dass sich die Art auf Dauer dann doch nicht halten kann und vielleicht in einigen Jahren ganz von dort verschwinden wird.
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