Dactylorhiza incarnata
- Jürgen Baldinger
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Dactylorhiza incarnata
Bild aus dem Vorjahr von Wienerherberg: Ist das Dactylorhiza incarnata? Die paarigen Kronblätter sehen so majalis-mäßig aus.
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- dactylorhiza incarnata wienerherberg_20180504_132737.jpg (1.96 MiB) 3522 mal betrachtet
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Hermann Falkner
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Re: Dactylorhiza incarnata
Servus Jürgen,
würde ich für (reine) D. incarnata halten. Die kenn ich von Wienerherberg noch gar nicht!! :-) (ich bin in der Gegend jetzt kaum mehr, seit ich in der Donaustadt wohne)
Gefleckt dürfen die Blätter sein, und die Blüten passen gut. Geografisch passt incarnata auch gut (kommt in der feuchten Ebene ja mehrfach vor).
würde ich für (reine) D. incarnata halten. Die kenn ich von Wienerherberg noch gar nicht!! :-) (ich bin in der Gegend jetzt kaum mehr, seit ich in der Donaustadt wohne)
Gefleckt dürfen die Blätter sein, und die Blüten passen gut. Geografisch passt incarnata auch gut (kommt in der feuchten Ebene ja mehrfach vor).
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Re: Dactylorhiza incarnata
Hallo!
Wenn das Fotodatum 04.05.2018 korrekt ist, wäre dies für eine D. incarnata extrem zeitig. Zu dem Zeitpunkt beginnt im Großraum Wien gerade einmal D. majalis zum Blühen und D. incarnata ist in der Regel immer klar sichtbar ( rund 2 Wochen nach der Vollblüte von D. majalis) später dran.
Würde daher aus meiner Sicht daher eher zu D. majalis tendieren.
LG Markus
Wenn das Fotodatum 04.05.2018 korrekt ist, wäre dies für eine D. incarnata extrem zeitig. Zu dem Zeitpunkt beginnt im Großraum Wien gerade einmal D. majalis zum Blühen und D. incarnata ist in der Regel immer klar sichtbar ( rund 2 Wochen nach der Vollblüte von D. majalis) später dran.
Würde daher aus meiner Sicht daher eher zu D. majalis tendieren.
LG Markus
- Norbert Griebl
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Re: Dactylorhiza incarnata
Liebe Leute!
Halte das für eine Hybride aus incarnata x majalis, wenngleich majalis hier dominanter auftritt. Anbei wieder eine Zusammenschrift:
Dactylorhiza incarnata × D. majalis (= Dactylorhiza ×aschersoniana)
B, K, NÖ, OÖ, S, St, T, W.
Benannt zu Ehren des deutschen Botanikers und Sprachforschers Paul Ascherson (1834–1913). Ascherson bereiste unter anderem Dalmatien, wo er als Erster den höchsten Berg der Region, den Orjen, bestieg. Montenegro, Libyen und weitere afrikanische Ziele folgten. Neben der Dactylorhiza-Hybride wurden nach ihm die tropische Pilzgattung Aschersonia und die Kreuzblütlergattung Aschersoniodoxa benannt.
JANCHEN (1956–1960: 871, als Orchis incarnata × O.latifolia): mit den Stammeltern ziemlich verbreitet. Bgl., NÖ, OÖ, NTi und vielleicht noch anderwärts.
JANCHEN (1977: 722, als Orchis incarnata × O.latifolia): Niederösterreich: mit den Stammeltern ziemlich verbreitet, so bei Moosbrunn sowie bei Au, Stotzing und Loretto im Leithagebirge, vielleicht auch Purkersdorf und Schottwien.
TRAXLER (1986: 98): Burgenland: Höhenzug nordwestlich von Pinkafeld in Richtung Gfangen (Siebach) und Höhenzug südöstlich von Pinkafeld (Steinriegel), 8662/2.
HARTL & al. (1992: 401): Kärnten: 9243/4 West-Kärnten; 9247/2 Zentral-Kärnten; 9347/3 Zentral-Kärnten; 9351/4 Ost-Kärnten; 9449/2 Süd-Kärnten; 9450/1 & 9450/2 Süd-Kärnten, alle Funde von nach 1945.
POLATSCHEK (2001: 751): Nordtirol: Innufer zwischen Stans und Schwaz, Zirl, Ziegelei bei Völs, Tuxer Joch, Obernbergtal, oberhalb Mutters im Stubaital, Seehüter bei Rinn nahe Innsbruck, Sistranser Mähder bei Innsbruck, Vennbachtal beim Brenner.
MAIER & al. (2001: 320): Nordtirol: Liesfeld bei Kundl im Unterinntal.
PERKO (2004: 253): Kärnten: mehrfach, für 14 Quadranten angegeben, alle Funde von nach 1970. Ein Bastard, der bei gemeinsamen Vorkommen der Elternarten immer wieder zu erwarten ist und teils große Hybridpopulationen bildet. Bisher mehrfach im Drautal, Gailtal, Klagenfurter Becken und in den Karawanken nachgewiesen.
MAURER (2006: 59): Steiermark: Mitterndorfer Becken, Enns-, Palten- und Salzatal. Burgenland: Pinkafeld.
STÖHR & al. (2007: 191): Salzburg: Tennengau, Adnet, Adneter Moor bei Waidach, Kalkniedermoor, ca. 470 m, 8344/2.
STÖHR & al., (2012: 60): Niederösterreich: Wienerwald, Weidlingbachtal, 500 m südöstlich Rauchengern, orchideenreiche Nasswiese und Flachmoorrest an einem Oberhang, 380 m - 7862/1 und 7762/3. In Zusammenhang mit den bei der vorigen Art angeführten Fundorten fällt eine etwas weiter westlich gelegene, sehr individuenreiche Population bei Rauchengern im Wienerwald auf, die eine deutlich stärkere Blattfleckung aufweist und eine weniger stark ausgeprägte Kapuzenspitze der Blätter. Die Population wird als Hybridschwarm zwischen D. incarnata und D. majalis interpretiert. Solche Hybridschwärme treten im Wienerwald häufiger auf.
GRIEBL (2013: 87): Burgenland: Loretto, Leithagebirge, Pinkafeld. Kärnten: Drautal, Gailtal, Klagenfurter Becken, Karawanken, Rauschele See. Niederösterreich: Wienerwald, Wiener Becken, Leithagebirge, Miesenbachtal, Dürre Wand. Oberösterreich: Irrsee, Ibmer Seengebiet, Gleinkerau bei Windischgarsten, Grünau im Almtal. Salzburg: Pinzgau, Flachgau. Steiermark: Edlach, Bad Mitterndorf, Ennstal, Paltental, Salzatal, Oppenberg. Tirol: Schwaz, Zirl, Völs, Innsbruck, Wörgl, Brenner, Stubaital. Wien: Eichwiese.
POLATSCHEK A. & NEUNER W. (2013: 466): Nordtirol: Gnadenwald Rotmoos, Afling, bei Kematen, Natters gegen Götzens, Viller Moor bei Innsbruck, Bichlach Vogelsbergweiher bei Kitzbühel, Widum bei Lermoos, Lechtal Vorderbockbachalm bei Prenten, Bergalm bei Hochunnutz, Kirchdorf gegen Weng, St. Ulrich am Pillersee, Schwarzwald gegen Taubensee bei Kössen. Vorarlberg: Gemsteltal bei Mittelberg.
Liebe Grüße
Norbert
Halte das für eine Hybride aus incarnata x majalis, wenngleich majalis hier dominanter auftritt. Anbei wieder eine Zusammenschrift:
Dactylorhiza incarnata × D. majalis (= Dactylorhiza ×aschersoniana)
B, K, NÖ, OÖ, S, St, T, W.
Benannt zu Ehren des deutschen Botanikers und Sprachforschers Paul Ascherson (1834–1913). Ascherson bereiste unter anderem Dalmatien, wo er als Erster den höchsten Berg der Region, den Orjen, bestieg. Montenegro, Libyen und weitere afrikanische Ziele folgten. Neben der Dactylorhiza-Hybride wurden nach ihm die tropische Pilzgattung Aschersonia und die Kreuzblütlergattung Aschersoniodoxa benannt.
JANCHEN (1956–1960: 871, als Orchis incarnata × O.latifolia): mit den Stammeltern ziemlich verbreitet. Bgl., NÖ, OÖ, NTi und vielleicht noch anderwärts.
JANCHEN (1977: 722, als Orchis incarnata × O.latifolia): Niederösterreich: mit den Stammeltern ziemlich verbreitet, so bei Moosbrunn sowie bei Au, Stotzing und Loretto im Leithagebirge, vielleicht auch Purkersdorf und Schottwien.
TRAXLER (1986: 98): Burgenland: Höhenzug nordwestlich von Pinkafeld in Richtung Gfangen (Siebach) und Höhenzug südöstlich von Pinkafeld (Steinriegel), 8662/2.
HARTL & al. (1992: 401): Kärnten: 9243/4 West-Kärnten; 9247/2 Zentral-Kärnten; 9347/3 Zentral-Kärnten; 9351/4 Ost-Kärnten; 9449/2 Süd-Kärnten; 9450/1 & 9450/2 Süd-Kärnten, alle Funde von nach 1945.
POLATSCHEK (2001: 751): Nordtirol: Innufer zwischen Stans und Schwaz, Zirl, Ziegelei bei Völs, Tuxer Joch, Obernbergtal, oberhalb Mutters im Stubaital, Seehüter bei Rinn nahe Innsbruck, Sistranser Mähder bei Innsbruck, Vennbachtal beim Brenner.
MAIER & al. (2001: 320): Nordtirol: Liesfeld bei Kundl im Unterinntal.
PERKO (2004: 253): Kärnten: mehrfach, für 14 Quadranten angegeben, alle Funde von nach 1970. Ein Bastard, der bei gemeinsamen Vorkommen der Elternarten immer wieder zu erwarten ist und teils große Hybridpopulationen bildet. Bisher mehrfach im Drautal, Gailtal, Klagenfurter Becken und in den Karawanken nachgewiesen.
MAURER (2006: 59): Steiermark: Mitterndorfer Becken, Enns-, Palten- und Salzatal. Burgenland: Pinkafeld.
STÖHR & al. (2007: 191): Salzburg: Tennengau, Adnet, Adneter Moor bei Waidach, Kalkniedermoor, ca. 470 m, 8344/2.
STÖHR & al., (2012: 60): Niederösterreich: Wienerwald, Weidlingbachtal, 500 m südöstlich Rauchengern, orchideenreiche Nasswiese und Flachmoorrest an einem Oberhang, 380 m - 7862/1 und 7762/3. In Zusammenhang mit den bei der vorigen Art angeführten Fundorten fällt eine etwas weiter westlich gelegene, sehr individuenreiche Population bei Rauchengern im Wienerwald auf, die eine deutlich stärkere Blattfleckung aufweist und eine weniger stark ausgeprägte Kapuzenspitze der Blätter. Die Population wird als Hybridschwarm zwischen D. incarnata und D. majalis interpretiert. Solche Hybridschwärme treten im Wienerwald häufiger auf.
GRIEBL (2013: 87): Burgenland: Loretto, Leithagebirge, Pinkafeld. Kärnten: Drautal, Gailtal, Klagenfurter Becken, Karawanken, Rauschele See. Niederösterreich: Wienerwald, Wiener Becken, Leithagebirge, Miesenbachtal, Dürre Wand. Oberösterreich: Irrsee, Ibmer Seengebiet, Gleinkerau bei Windischgarsten, Grünau im Almtal. Salzburg: Pinzgau, Flachgau. Steiermark: Edlach, Bad Mitterndorf, Ennstal, Paltental, Salzatal, Oppenberg. Tirol: Schwaz, Zirl, Völs, Innsbruck, Wörgl, Brenner, Stubaital. Wien: Eichwiese.
POLATSCHEK A. & NEUNER W. (2013: 466): Nordtirol: Gnadenwald Rotmoos, Afling, bei Kematen, Natters gegen Götzens, Viller Moor bei Innsbruck, Bichlach Vogelsbergweiher bei Kitzbühel, Widum bei Lermoos, Lechtal Vorderbockbachalm bei Prenten, Bergalm bei Hochunnutz, Kirchdorf gegen Weng, St. Ulrich am Pillersee, Schwarzwald gegen Taubensee bei Kössen. Vorarlberg: Gemsteltal bei Mittelberg.
Liebe Grüße
Norbert
Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
- Jürgen Baldinger
- Beiträge: 3960
- Registriert: Montag 19. September 2016, 19:47
- Wohnort: Wien
Re: Dactylorhiza incarnata
Danke für die Zusammenstellung, Norbert.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
-
Oliver Stöhr
- Beiträge: 3501
- Registriert: Freitag 25. November 2016, 20:05
- Wohnort: Nussdorf-Debant
- Kontaktdaten:
Re: Dactylorhiza incarnata
Liebe alle,
ich kenne diese Hybride mehrfach aus Salzburg (nicht alle Funde habe ich bis dato publiziert) und bin auch der Ansicht von Norbert, dass hier D. x aschersoniana vorliegt.
LG
Oliver
ich kenne diese Hybride mehrfach aus Salzburg (nicht alle Funde habe ich bis dato publiziert) und bin auch der Ansicht von Norbert, dass hier D. x aschersoniana vorliegt.
LG
Oliver
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