Donauinsel - Teiche im Süden (Tritonlacke, Erlenteich, Toter Grund und Umgebung, Schwalbenteich)
- Hermann Falkner
- Beiträge: 2079
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
- Wohnort: Wien
Re: Donauinsel - Teiche im Süden (Tritonlacke, Erlenteich, Toter Grund und Umgebung, Schwalbenteich)
Grabenbiotop:
Wird in der Diplomarbeit von Gasser noch als stark verschilft beschrieben (p. 34), das habe ich definitiv nicht so gesehen, ich war aber wohl am untersten Ende des Gewässers und Gasser beschreibt das obere Ende (das, oder es hat pflegerische Massnahmen gegeben): nämlich unmittelbar nördlich vom Einlaufbauwerk Fischtreppe (zur Fischtreppe - in der sich immerhin Ranunculus cf. trichophyllos und/oder cf. circinatus angesiedelt hat, Artbestimmung schwierig, hab eh auch schon Peter Englmaier dazu gefragt, da beides möglich ist, ebenso wie die Hybride; am leichtesten zu bestimmen, indem man reichlich Pflanzen in Kultur nimmt - und den Aufwand wollte ich nicht betreiben) - Gasser war dagegen offenbar am nördlichen Ende.
Es gibt jedenfalls reichlich freie Wasserflächen - und die sind mit einem dichten Teppich von Spirodela polyrhiza bedeckt; auch hier hab ich keine Lemna minor festgestelt (dabei aber nicht den ganzen Teich umgepflügt - an einer Stelle überprüft und mit dem Tele den Teich nach verdächtigen Hinweisen abgesucht).
Ein Vergleichsbild eines Mischbestands von der March: Spirodela polyrhiza & Lemna minor - nur um zu zeigen: das sollte man eigentlich schon auch von Weitem erkennen können; zum Grössenvergleich ein Schwimmblatt von Hydrocharis morsus-ranae. (Bei diesem March-Mischbestand hab ich natürlich auch an einer Stelle die Bestimmung beider Arten überprüft.)
Die Spirodela ist viel grösser und eher rundlich, Lemna minor dagegen oval bzw. auch teils unregelmässig geformt.
Ausser Wasserlinsen im Grabenbiotop also Fehlanzeige - sicherlich könnte es doch auch noch unter Wasser das eine oder andre geben, sehr viel aber wohl nicht, da die Wasserlinsen "dicht" machen. Hier wäre man mit Keschern aber vermutlich erfolgreicher, als mit Tauchen: sobald man in solche Gatschlacken steigt, wirbelt man so viel Sand und Schlamm auf, dass man auch unter Wasser nix mehr sieht (auch nicht mit Taucherbrille, auch nicht mit Unterwasserkamera).
Wird in der Diplomarbeit von Gasser noch als stark verschilft beschrieben (p. 34), das habe ich definitiv nicht so gesehen, ich war aber wohl am untersten Ende des Gewässers und Gasser beschreibt das obere Ende (das, oder es hat pflegerische Massnahmen gegeben): nämlich unmittelbar nördlich vom Einlaufbauwerk Fischtreppe (zur Fischtreppe - in der sich immerhin Ranunculus cf. trichophyllos und/oder cf. circinatus angesiedelt hat, Artbestimmung schwierig, hab eh auch schon Peter Englmaier dazu gefragt, da beides möglich ist, ebenso wie die Hybride; am leichtesten zu bestimmen, indem man reichlich Pflanzen in Kultur nimmt - und den Aufwand wollte ich nicht betreiben) - Gasser war dagegen offenbar am nördlichen Ende.
Es gibt jedenfalls reichlich freie Wasserflächen - und die sind mit einem dichten Teppich von Spirodela polyrhiza bedeckt; auch hier hab ich keine Lemna minor festgestelt (dabei aber nicht den ganzen Teich umgepflügt - an einer Stelle überprüft und mit dem Tele den Teich nach verdächtigen Hinweisen abgesucht).
Ein Vergleichsbild eines Mischbestands von der March: Spirodela polyrhiza & Lemna minor - nur um zu zeigen: das sollte man eigentlich schon auch von Weitem erkennen können; zum Grössenvergleich ein Schwimmblatt von Hydrocharis morsus-ranae. (Bei diesem March-Mischbestand hab ich natürlich auch an einer Stelle die Bestimmung beider Arten überprüft.)
Die Spirodela ist viel grösser und eher rundlich, Lemna minor dagegen oval bzw. auch teils unregelmässig geformt.
Ausser Wasserlinsen im Grabenbiotop also Fehlanzeige - sicherlich könnte es doch auch noch unter Wasser das eine oder andre geben, sehr viel aber wohl nicht, da die Wasserlinsen "dicht" machen. Hier wäre man mit Keschern aber vermutlich erfolgreicher, als mit Tauchen: sobald man in solche Gatschlacken steigt, wirbelt man so viel Sand und Schlamm auf, dass man auch unter Wasser nix mehr sieht (auch nicht mit Taucherbrille, auch nicht mit Unterwasserkamera).
- Dateianhänge
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Grabenbiotop - 20190808_0091_P8080091.jpg (1.5 MiB) 6881 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Spirodela polyrhiza - 20190808_0114_P8080116.jpg (1.22 MiB) 6881 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Vergleichsbild March: Spirodela polyrhiza + Lemna minor (+ Hydrocharis morsus-ranae) - 20190809_0213_P8090497.jpg (950.34 KiB) 6881 mal betrachtet
- Hermann Falkner
- Beiträge: 2079
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
- Wohnort: Wien
Re: Donauinsel - Teiche im Süden (Tritonlacke, Erlenteich, Toter Grund und Umgebung, Schwalbenteich)
Hüttenteich:
Liegt nur ein kurzes Stück südlich vom Grabenbiotop, auf der andren Seite des Weges.
Der Teich ist ziemlich klein und recht stark verschilft; die freie Wasserfläche ist übersät mit Spirodela polyrhiza (Lemna minor hab ich auch hier von meinem Standort aus nicht feststellen können, hätte aber auch hier natürlich voll in den Gatsch hineingehn müssen, um sicher zu sein). An einer Stelle kommt man ganz gut zum Teich hin, ich vermute, dass hier weiter Zoologen keschern und den Weg freihalten (- diesen Eindruck hab ich auch an einigen andren Stellen gehabt ;-).
Gasser führt für den Teich auch einen Teichrosenbestand an, den hab ich nicht (mehr) bestätigen können - gut vorstellbar, dass der verschwunden ist, oder doch so weit zurückgegangen, dass ich ihn von meinem Standpunkt aus nicht gesehen habe.
Liegt nur ein kurzes Stück südlich vom Grabenbiotop, auf der andren Seite des Weges.
Der Teich ist ziemlich klein und recht stark verschilft; die freie Wasserfläche ist übersät mit Spirodela polyrhiza (Lemna minor hab ich auch hier von meinem Standort aus nicht feststellen können, hätte aber auch hier natürlich voll in den Gatsch hineingehn müssen, um sicher zu sein). An einer Stelle kommt man ganz gut zum Teich hin, ich vermute, dass hier weiter Zoologen keschern und den Weg freihalten (- diesen Eindruck hab ich auch an einigen andren Stellen gehabt ;-).
Gasser führt für den Teich auch einen Teichrosenbestand an, den hab ich nicht (mehr) bestätigen können - gut vorstellbar, dass der verschwunden ist, oder doch so weit zurückgegangen, dass ich ihn von meinem Standpunkt aus nicht gesehen habe.
- Dateianhänge
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Hüttenteich - 20190808_0123_P8080125.jpg (1.9 MiB) 6879 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Hüttenteich - Spirodela polyrhiza - 20190808_0126_P8080128.jpg (1.68 MiB) 6879 mal betrachtet
- Hermann Falkner
- Beiträge: 2079
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
- Wohnort: Wien
Re: Donauinsel - Teiche im Süden (Tritonlacke, Erlenteich, Toter Grund und Umgebung, Schwalbenteich)
Erlenteich:
Liegt ein gutes Stück nördlich vom Toten Grund, unmittelbar bei der Praterbrücke und nicht weit weg von der U-Bahn.
Der Teich ist sehr klein, aber eigentlich unverfehlbar - das Unterholz ist in diesem Bereich ziemlich stark ausgedünnt, hier gibt es ganz sicher zumindest eine "inoffizielle" Partymeile, evtl. sogar mehr oder weniger fluktuierende Wohnbevölkerung (so manches schaut nach einem Unterstand aus; sowas sieht man auf der Donauinsel ja immer wieder einmal).
Schon auf den Bildern von Gasser (p. 30) kann man 2 Arten erkennen, die eigentlich recht selten sind - Hydrocharis morsus-ranae (ausnahmsweise hab ich die sogar blühend gefunden!) und Stratiotes aloides; während erstere immerhin unweit vom Erlenteich ein (wohl) natürliches Vorkommen hat - das am Toten Grund -, kann man das von zweiterer wohl nicht behaupten (der nächste mir bekannte Standort von Stratiotes ist ein künstlich angelegter Teich mit möglicherweise angesalbter Stratiotes, bzw könnte das auch eine "Erhaltungskultur" der Wiener Gärtner oder des Nationalparks sein, keine Ahnung, der Teich am Ölhafen mit Stratiotes ist aber wohl künstlich). Ob der Froschbiss durch Vögel verbreitet werden kann, weiss ich nicht, scheint aber wohl eher möglich als bei der Krebsschere. Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass beide hier bei der Anlage des Teichs ausgebracht worden sind.
Der Bestand ist weiterhin recht klein, ähnlich wie bei Gasser dokumentiert (Stratiotes zeigt also keine Tendenz, den ganzen Teich zu okkupieren) - bzw. schätzungsweise wenn, dann eher etwas geringer, also womöglich im Rückgang.
Abgesehen davon auch hier Spirodela polyrhiza (eher spärlich), sowie Ceratophyllum sp. (wohl eher die häufige C. demersum s. str., und wohl kaum irgendwo auf der Insel die seltenere C. submersum).
Schilf ist nur spärlich vorhanden, dafür immerhin aber Schoenoplectus lacustris (ob natürlich oder von selbst aufgekommen, wird wohl schwer zu eruieren sein).
Als netter "Beifang" hier auch noch eine junge Ringelnatter, die wohl die Diplomarbeit von Grasser gelesen hat und sich am Frosch-Reichtum in dieser Lacke gütlich tut ;-)
Trotz seiner Kleinheit ist der Erlenteich also durchaus nicht unintressant (obwohl die Flora überwiegend wohl eingebracht ist).
Liegt ein gutes Stück nördlich vom Toten Grund, unmittelbar bei der Praterbrücke und nicht weit weg von der U-Bahn.
Der Teich ist sehr klein, aber eigentlich unverfehlbar - das Unterholz ist in diesem Bereich ziemlich stark ausgedünnt, hier gibt es ganz sicher zumindest eine "inoffizielle" Partymeile, evtl. sogar mehr oder weniger fluktuierende Wohnbevölkerung (so manches schaut nach einem Unterstand aus; sowas sieht man auf der Donauinsel ja immer wieder einmal).
Schon auf den Bildern von Gasser (p. 30) kann man 2 Arten erkennen, die eigentlich recht selten sind - Hydrocharis morsus-ranae (ausnahmsweise hab ich die sogar blühend gefunden!) und Stratiotes aloides; während erstere immerhin unweit vom Erlenteich ein (wohl) natürliches Vorkommen hat - das am Toten Grund -, kann man das von zweiterer wohl nicht behaupten (der nächste mir bekannte Standort von Stratiotes ist ein künstlich angelegter Teich mit möglicherweise angesalbter Stratiotes, bzw könnte das auch eine "Erhaltungskultur" der Wiener Gärtner oder des Nationalparks sein, keine Ahnung, der Teich am Ölhafen mit Stratiotes ist aber wohl künstlich). Ob der Froschbiss durch Vögel verbreitet werden kann, weiss ich nicht, scheint aber wohl eher möglich als bei der Krebsschere. Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass beide hier bei der Anlage des Teichs ausgebracht worden sind.
Der Bestand ist weiterhin recht klein, ähnlich wie bei Gasser dokumentiert (Stratiotes zeigt also keine Tendenz, den ganzen Teich zu okkupieren) - bzw. schätzungsweise wenn, dann eher etwas geringer, also womöglich im Rückgang.
Abgesehen davon auch hier Spirodela polyrhiza (eher spärlich), sowie Ceratophyllum sp. (wohl eher die häufige C. demersum s. str., und wohl kaum irgendwo auf der Insel die seltenere C. submersum).
Schilf ist nur spärlich vorhanden, dafür immerhin aber Schoenoplectus lacustris (ob natürlich oder von selbst aufgekommen, wird wohl schwer zu eruieren sein).
Als netter "Beifang" hier auch noch eine junge Ringelnatter, die wohl die Diplomarbeit von Grasser gelesen hat und sich am Frosch-Reichtum in dieser Lacke gütlich tut ;-)
Trotz seiner Kleinheit ist der Erlenteich also durchaus nicht unintressant (obwohl die Flora überwiegend wohl eingebracht ist).
- Dateianhänge
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Erlenteich - 20190807_0039_P8070039.jpg (1.58 MiB) 6859 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Spirodela polyrhiza + Ceratophyllum sp. - 20190807_0041_P8070041.jpg (984.57 KiB) 6859 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Stratiotes aloides - 20190807_0046_P8070046.jpg (1.43 MiB) 6859 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Spirodela polyrhiza + Ceratophyllum sp. - 20190807_0069_P8070069.jpg (827.07 KiB) 6859 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Hydrocharis morsus-ranae + Stratiotes aloides - 20190807_0072_P8070072.jpg (919.43 KiB) 6859 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Spirodela polyrhiza + Natrix natrix - 20190807_0085_P8070085.jpg (1.01 MiB) 6859 mal betrachtet
- Hermann Falkner
- Beiträge: 2079
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
- Wohnort: Wien
Re: Donauinsel - Teiche im Süden (Tritonlacke, Erlenteich, Toter Grund und Umgebung, Schwalbenteich)
Tritonwasser:
Die letzte aus dem Süden der Donauinsel, liegt ein Stück nördlich von der Donaustadtbrücke, immer aber noch +/- im Nahbereich der U-Bahn-Station, und ist offenbar auch relativ gut besucht. An einer Stelle gibt's sogar so eine Art "Schrein" für irgendeine ostasiatische Religion (oder so), keine Ahnung, kenn mich da nicht so aus, und auch Hunde sind hier wohl regelmässige Gäste (obwohl in der Arbeit von Gasser der Teuflteich und nicht die Tritonlacke als Teich mit einem "Hundeproblem" beschrieben wird).
Das Gewässer ist, wie bei Gasser (p. 28) beschrieben, offenbar "durchgeplant" worden, sprich man hat offenbar auch planmässig Vegetation eingeplant, sodass man davon ausgehen kann, dass viele der vorkommenden Arten nicht von selbst eingewandert sind.
Trotzdem "wirkt" das Ergebnis ganz gut - das Ziel, ein einigermassen natürliches Gewässer zu schaffen, ist nicht so schlecht gelungen. (Bei Gasser wird, aus Sicht der Amphibien, der zu hohe Fischbestand kritisiert, der dafür sorgt, dass der Amphibienbestand gering ist).
Aus botanischer Sicht daher dann auch ein wenig schade, dass man nicht beurteilen kann, was sich vielleicht von selbst angesiedelt hat.
Alisma plantago-aquatica hier in einem dichten Bestand von Scirpus sylvaticus: es muss wohl diese Art sein (und nicht A. lanceolatum), obwohl die Blattspreite definitiv nicht abgerundet oder gar herzförmig ist, aber das liegt wohl an Kümmerwuchs (Pflanzen trockengefallen und mit sehr wenigen Laubblättern).
Die vorkommende Typha latifolia kann natürlich ebensogut gepflanzt als auch selbst eingewandert sein.
Ceratophyllum sp. kommt reichlich vor, noch dichter sind aber die Pflanzenteppiche von Myriophyllum spicatum (hier auch reichlich blühend; wenn es auch M. verticillatum geben sollte, dann hab ich zumindest keine Blüten gesehen).
Ausserdem auch noch Nuphar lutea - reichlich -, wobei es auch einige trockengefallene Individuen mit sehr kleinen, verkümmerten Blättern gibt, die man womöglich für was andres halten können, die ovale Blattforum und der "Ausschnitt" im Blatt verrät aber Nuphar lutea (= bei den kleinen gleich wie bei den grossen Blättern); ich hab so einen Grössenunterschied noch nicht gesehen!
Nymphaea alba gibt es auch (ohne Bild, war zu weit weg von meinen Standorten und für die durch den Gatsch wandern, lohnt wirklich kaum ;-). Die ist sicherlich gepflanzt, bei Nuphar lutea ist das aber auch recht wahrscheinlich.
Schliesslich noch Sparganium erectum subsp. cf. neglectum - durchaus nicht häufig und, glaube ich, auch eher nicht so auf der Liste von Arten, die gepflanzt werden, ich kann mich aber natürlich auch täuschen.
Insgesamt war das Tritonwasser also durchaus ergiebig, erst recht für eine erste Erkundung, da gäbe es sicher noch mehr zu finden - allerdings natürlich immer mit dem Fragezeichen, ob dort gepflanzt oder auf natürlichem Weg eingewandert.
Mit einer ersten Bestandsaufnahme der Donauinsel-Gewässer im südlichen Bereich bin ich damit durch. Sollte ich dort noch was intressantes finden, werde ich das hier anhängen ;-) - gilt natürlich auch für alle andren: wer will, kann natürlich sehr gern auch selbst was beitragen.
Die letzte aus dem Süden der Donauinsel, liegt ein Stück nördlich von der Donaustadtbrücke, immer aber noch +/- im Nahbereich der U-Bahn-Station, und ist offenbar auch relativ gut besucht. An einer Stelle gibt's sogar so eine Art "Schrein" für irgendeine ostasiatische Religion (oder so), keine Ahnung, kenn mich da nicht so aus, und auch Hunde sind hier wohl regelmässige Gäste (obwohl in der Arbeit von Gasser der Teuflteich und nicht die Tritonlacke als Teich mit einem "Hundeproblem" beschrieben wird).
Das Gewässer ist, wie bei Gasser (p. 28) beschrieben, offenbar "durchgeplant" worden, sprich man hat offenbar auch planmässig Vegetation eingeplant, sodass man davon ausgehen kann, dass viele der vorkommenden Arten nicht von selbst eingewandert sind.
Trotzdem "wirkt" das Ergebnis ganz gut - das Ziel, ein einigermassen natürliches Gewässer zu schaffen, ist nicht so schlecht gelungen. (Bei Gasser wird, aus Sicht der Amphibien, der zu hohe Fischbestand kritisiert, der dafür sorgt, dass der Amphibienbestand gering ist).
Aus botanischer Sicht daher dann auch ein wenig schade, dass man nicht beurteilen kann, was sich vielleicht von selbst angesiedelt hat.
Alisma plantago-aquatica hier in einem dichten Bestand von Scirpus sylvaticus: es muss wohl diese Art sein (und nicht A. lanceolatum), obwohl die Blattspreite definitiv nicht abgerundet oder gar herzförmig ist, aber das liegt wohl an Kümmerwuchs (Pflanzen trockengefallen und mit sehr wenigen Laubblättern).
Die vorkommende Typha latifolia kann natürlich ebensogut gepflanzt als auch selbst eingewandert sein.
Ceratophyllum sp. kommt reichlich vor, noch dichter sind aber die Pflanzenteppiche von Myriophyllum spicatum (hier auch reichlich blühend; wenn es auch M. verticillatum geben sollte, dann hab ich zumindest keine Blüten gesehen).
Ausserdem auch noch Nuphar lutea - reichlich -, wobei es auch einige trockengefallene Individuen mit sehr kleinen, verkümmerten Blättern gibt, die man womöglich für was andres halten können, die ovale Blattforum und der "Ausschnitt" im Blatt verrät aber Nuphar lutea (= bei den kleinen gleich wie bei den grossen Blättern); ich hab so einen Grössenunterschied noch nicht gesehen!
Nymphaea alba gibt es auch (ohne Bild, war zu weit weg von meinen Standorten und für die durch den Gatsch wandern, lohnt wirklich kaum ;-). Die ist sicherlich gepflanzt, bei Nuphar lutea ist das aber auch recht wahrscheinlich.
Schliesslich noch Sparganium erectum subsp. cf. neglectum - durchaus nicht häufig und, glaube ich, auch eher nicht so auf der Liste von Arten, die gepflanzt werden, ich kann mich aber natürlich auch täuschen.
Insgesamt war das Tritonwasser also durchaus ergiebig, erst recht für eine erste Erkundung, da gäbe es sicher noch mehr zu finden - allerdings natürlich immer mit dem Fragezeichen, ob dort gepflanzt oder auf natürlichem Weg eingewandert.
Mit einer ersten Bestandsaufnahme der Donauinsel-Gewässer im südlichen Bereich bin ich damit durch. Sollte ich dort noch was intressantes finden, werde ich das hier anhängen ;-) - gilt natürlich auch für alle andren: wer will, kann natürlich sehr gern auch selbst was beitragen.
- Dateianhänge
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Alisma plantago-aquatica - 20190808_0200_P8080203.jpg (362.83 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Alisma plantago-aquatica - 20190808_0197_P8080199.jpg (1.05 MiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Alisma plantago-aquatica + Scirpus sylvaticus - 20190808_0198_P8080200.jpg (1.16 MiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Typha latifolia - 20190808_0220_P8080226.jpg (909.99 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Myriophyllum spicatum - 20190808_0192_P8080194.jpg (925.65 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Ceratophyllum sp. + Myriophyllum spicatum - 20190808_0234_P8080240.jpg (638.88 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Nuphar lutea - 20190808_0254_P8080260.jpg (665.18 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Nuphar lutea - kleine und grosse Blätter - 20190808_0272_P8080278.jpg (1.16 MiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Sparganium erectum subsp. cf. neglectum - 20190808_0241_P8080247.jpg (882.23 KiB) 6849 mal betrachtet
-
- Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Tritonwasser - Südteil - 20190808_0218_P8080222.jpg (1.1 MiB) 6849 mal betrachtet
Zurück zu „Spermatophyta (Samenpflanzen)“
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 10 Gäste