Arundo donax in Österreich
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kurt nadler
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Arundo donax in Österreich
Hallo
Dann und wann stolpere ich in Österreich über Arundo donax. (Nur) 2 außerstädtische Vorkommen kenne ich bzw. hab ich fotodokumentiert: eins in Breitenbrunn oberm Ort am Rand eines Deponiegeländes zum NSG Thenauriegel und eins ebenfalls in einem Grubengelände im Seewinkel SSO Podersdorf.
Wo findet Ihr diese Art?
Dann und wann stolpere ich in Österreich über Arundo donax. (Nur) 2 außerstädtische Vorkommen kenne ich bzw. hab ich fotodokumentiert: eins in Breitenbrunn oberm Ort am Rand eines Deponiegeländes zum NSG Thenauriegel und eins ebenfalls in einem Grubengelände im Seewinkel SSO Podersdorf.
Wo findet Ihr diese Art?
- Dateianhänge
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- 15.2.2018, SSO Podersdorf.
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 - DSC06452-kopie.JPG (499.56 KiB) 8376 mal betrachtet
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- 15.2.2018, SSO Podersdorf.
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 - DSC06457-kopie.JPG (620.78 KiB) 8376 mal betrachtet
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- 10.2.2012, WSW Breitenbrunn.
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0 - DSCN5810-kopie.JPG (857.78 KiB) 8376 mal betrachtet
- Norbert Griebl
- Beiträge: 1021
- Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2016, 16:59
Re: Arundo donax in Österreich
Servus Kurt, danke für den interessanten Fund.
Die Heimat der Art ist aufgrund ihrer langen Kultur ungewiss, wahrscheinlich ist es Südasien. Möglicherweise ist die Pflanze bereits im Altertum ins östliche Mittelmeergebiet eingeführt worden. In Nordamerika fand man sie 1820 das erste Mal in Kalifornien subspontan, von wo aus sie sich rasch ausbreitete. Das Pfahlrohr vermehrt sich in seinen neuen Verbreitungsgebieten hauptsächlich vegetativ über Rhizome, so auch im Gebiet, wo sie meist nicht zur Blüte kommt und auf die vegetative Vermehrung angewiesen ist. Rhizom- wie auch Stängelfragmente mit mindestens einem Nodium genügen, um neue Individuen zu begründen.
DEUTSCHLAND:
Sehr vereinzelt, so in Mannheim in Baden-Württemberg (JUNGHANS 2014) und in Rheinland-Pfalz (BUTTLER & THIEME 2017).
ÖSTERREICH:
Sehr selten, so bei Mauerkirchen in Oberösterreich (HOHLA 2014) und im Flachgau Salzburgs (PFLUGBEIL & PILSL 2013). In Südtirol bei Bozen am Flussufer des Eisack (WILHALM & al. 2007).
SCHWEIZ:
Vor allem im Tessin (BELLOSI & al. 2011, Infoflora 2018), aber auch anderswo wie am Sihlufer in Zürich (LANDOLT 2001).
Liebe Grüße Norbert
Quellen:
BELLOSI B., SELLDORF P. & SCHOENENBERGER N. (2011) Exploring the Flora on Inert Landfill Sites in Southern Ticino (Switzerland). Bauhinia 23: 1-15. [http://botges.unibas.ch/pdf/bauhinia23(2011)01-15.pdf]
BUTTLER P. & THIEME M. (2017): Florenliste von Deutschland - http://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm
HOHLA M. (2014): Hystrix patula – neu für Österreich, sowie weitere Beiträge zur Flora von Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg – Stapfia 101: 83–100.
Infoflora (2018): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/
JUNGHANS T. (2014): Ausmaß und Dynamik der Verwilderung von Zierpflanzen am Beispiel von Mannheim – Berichte aus den Arbeitskreisen – Pollichia-Kurier 30/4: 6–9.
LANDOLT E. (2001): Flora der Stadt Zürich (1984–1998) Band 1 – Springer Verlag Basel. 711 S.
LOREK M. 2016: Arundo donax. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arundo-donax.html
PFLUGBEIL G. & PILSL P. (2013): Vorarbeiten an einer Liste der Gefäßpflanzen des Bundeslandes Salzburg, Teil 1: Neophyten – Mitt. Haus der Natur 21: 25–83.
WILHALM T., HILPOLD A., STOCKNER W. & TRATTER W. (2007): Für die Flora Südtirols neue Gefäßpflanzen (4): Ergebnisse der floristischen Kartierung – Gredleriana 7: 99–126.
Die Heimat der Art ist aufgrund ihrer langen Kultur ungewiss, wahrscheinlich ist es Südasien. Möglicherweise ist die Pflanze bereits im Altertum ins östliche Mittelmeergebiet eingeführt worden. In Nordamerika fand man sie 1820 das erste Mal in Kalifornien subspontan, von wo aus sie sich rasch ausbreitete. Das Pfahlrohr vermehrt sich in seinen neuen Verbreitungsgebieten hauptsächlich vegetativ über Rhizome, so auch im Gebiet, wo sie meist nicht zur Blüte kommt und auf die vegetative Vermehrung angewiesen ist. Rhizom- wie auch Stängelfragmente mit mindestens einem Nodium genügen, um neue Individuen zu begründen.
DEUTSCHLAND:
Sehr vereinzelt, so in Mannheim in Baden-Württemberg (JUNGHANS 2014) und in Rheinland-Pfalz (BUTTLER & THIEME 2017).
ÖSTERREICH:
Sehr selten, so bei Mauerkirchen in Oberösterreich (HOHLA 2014) und im Flachgau Salzburgs (PFLUGBEIL & PILSL 2013). In Südtirol bei Bozen am Flussufer des Eisack (WILHALM & al. 2007).
SCHWEIZ:
Vor allem im Tessin (BELLOSI & al. 2011, Infoflora 2018), aber auch anderswo wie am Sihlufer in Zürich (LANDOLT 2001).
Liebe Grüße Norbert
Quellen:
BELLOSI B., SELLDORF P. & SCHOENENBERGER N. (2011) Exploring the Flora on Inert Landfill Sites in Southern Ticino (Switzerland). Bauhinia 23: 1-15. [http://botges.unibas.ch/pdf/bauhinia23(2011)01-15.pdf]
BUTTLER P. & THIEME M. (2017): Florenliste von Deutschland - http://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm
HOHLA M. (2014): Hystrix patula – neu für Österreich, sowie weitere Beiträge zur Flora von Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg – Stapfia 101: 83–100.
Infoflora (2018): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/
JUNGHANS T. (2014): Ausmaß und Dynamik der Verwilderung von Zierpflanzen am Beispiel von Mannheim – Berichte aus den Arbeitskreisen – Pollichia-Kurier 30/4: 6–9.
LANDOLT E. (2001): Flora der Stadt Zürich (1984–1998) Band 1 – Springer Verlag Basel. 711 S.
LOREK M. 2016: Arundo donax. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/arundo-donax.html
PFLUGBEIL G. & PILSL P. (2013): Vorarbeiten an einer Liste der Gefäßpflanzen des Bundeslandes Salzburg, Teil 1: Neophyten – Mitt. Haus der Natur 21: 25–83.
WILHALM T., HILPOLD A., STOCKNER W. & TRATTER W. (2007): Für die Flora Südtirols neue Gefäßpflanzen (4): Ergebnisse der floristischen Kartierung – Gredleriana 7: 99–126.
Je größer ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, sich vor einer Blume niederzuknien
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kurt nadler
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Re: Arundo donax in Österreich
lieber norbert
danke für die interessanten infos.
ich dachte, als kommune mediterranart stamme sie von dort (jedenfalls im übergangsbereich der provinzen basilicata, kampanien und kalabrien ist die art ein kommuner bachbegleiter).
wenn das wirklich nur so wenige funde in ö sind, wundert mich das auch sehr. ich werde die art künftig gezielter dokumentieren, auch in den gärten.
danke für die interessanten infos.
ich dachte, als kommune mediterranart stamme sie von dort (jedenfalls im übergangsbereich der provinzen basilicata, kampanien und kalabrien ist die art ein kommuner bachbegleiter).
wenn das wirklich nur so wenige funde in ö sind, wundert mich das auch sehr. ich werde die art künftig gezielter dokumentieren, auch in den gärten.
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kurt nadler
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Re: Arundo donax in Österreich
ich darf folgende weiterführende lit. ergänzen:
https://europepmc.org/articles/pmc42046 ... 43supp.pdf: quintessenz: die mediterrane hauptsippe ist ein archäophytischer, polyploider, unfruchtbarer klon, der nunmehr weltweit verbreitet wurde und wird und sich regional invasiv verhält.
https://www.zobodat.at/pdf/Sauteria_17_0001-0596.pdf: das salzburger vorkommen betrifft beim kompostplatz des sbger. bot. gartens aufgewachsene exemplare.
https://europepmc.org/articles/pmc42046 ... 43supp.pdf: quintessenz: die mediterrane hauptsippe ist ein archäophytischer, polyploider, unfruchtbarer klon, der nunmehr weltweit verbreitet wurde und wird und sich regional invasiv verhält.
https://www.zobodat.at/pdf/Sauteria_17_0001-0596.pdf: das salzburger vorkommen betrifft beim kompostplatz des sbger. bot. gartens aufgewachsene exemplare.
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kurt nadler
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Re: Arundo donax in Österreich
Noch das Bild von meinem Erstfund in Breitenbrunn vom 23.1.2010.
- Dateianhänge
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- Arundo donax im strengen Winter 2009 - 2010 bei Breitenbrunn. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
- DSCN0362.JPG (1.22 MiB) 8246 mal betrachtet
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