Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
- Hermann Falkner
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
Kurt - zu deinen Bildern mit Farbvariationen: odorata passt zumindest von der Blattspreitenform schon sehr gut (und farblich passt suavis hier überhaupt nicht); sehr viel mehr kann man ohne weitere Detailbilder dazu aber auch nicht sagen.
Die Hybride suavis mit odorata kommt meiner Erfahrung nach wohl nur eher selten vor, ist aber auch schwer zu bestimmen, in erster Linie an Ausläufern; die Hybride - bzw. das, was ich dafür halte ;-) (ich bin ja auch nur ein Veilchen-Amateur ;-) - schaut farblich eher so wie suavis aus (also weisses Zentrum), hat aber Ausläufer wie odorata.
Mit "Viola hirta >bisambergensis<" meinst du die farblichen Variationen, die Jürgen und ich gepostet haben? - Hier würde ich einen Einschlag von Viola hirta völlig ausschliessen, die Individuen, die ich näher begutachtet habe, sind wirklich ganz typische hirta und bis auf die farblichen Abweichungen ist an ihnen überhaupt nix ungewöhnlich. Ich hab übrigens seit der Zeit, als wir die gepostet und hier diskutiert haben, immer wieder mal hirta-Individuen mit starken farblichen Abweichungen gesehen, an den verschiedensten Standorten - das ist also beileibe nicht auf den Bisamberg beschränkt.
Und Reini - wie Stefan schon sagt, eine Bestimmung wird nur mit diesen beiden Bildern nicht so ohne weiteres möglich sein ;-)
Die Hybride suavis mit odorata kommt meiner Erfahrung nach wohl nur eher selten vor, ist aber auch schwer zu bestimmen, in erster Linie an Ausläufern; die Hybride - bzw. das, was ich dafür halte ;-) (ich bin ja auch nur ein Veilchen-Amateur ;-) - schaut farblich eher so wie suavis aus (also weisses Zentrum), hat aber Ausläufer wie odorata.
Mit "Viola hirta >bisambergensis<" meinst du die farblichen Variationen, die Jürgen und ich gepostet haben? - Hier würde ich einen Einschlag von Viola hirta völlig ausschliessen, die Individuen, die ich näher begutachtet habe, sind wirklich ganz typische hirta und bis auf die farblichen Abweichungen ist an ihnen überhaupt nix ungewöhnlich. Ich hab übrigens seit der Zeit, als wir die gepostet und hier diskutiert haben, immer wieder mal hirta-Individuen mit starken farblichen Abweichungen gesehen, an den verschiedensten Standorten - das ist also beileibe nicht auf den Bisamberg beschränkt.
Und Reini - wie Stefan schon sagt, eine Bestimmung wird nur mit diesen beiden Bildern nicht so ohne weiteres möglich sein ;-)
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Onlinekurt nadler
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
ich darf "unsere" viola rupestris präsentieren - vom spitzerberg-kulturbereich und vom "trockenrasen": sie hebt sich (von weitem) von den oben am rasen benachbarten ambiguas sowie den auf unserer kulturfläche benachbarten ambigua-suavis-beständen durch konvexeren standort (das könnte zufällig sein) und durch kleinere, rundlichere blüten ab.
erfreulicherweise ergeben sich keine widersprüchlichen hauptmerkmale zu den anderen, hier schon früher geposteten funden. auffällig allenfalls die stielleisten.
im vgl. zu eföls2008 bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das dortige laubblattform-bestimmungsmerkmal belastbar ist: ohne messung habe ich aus verschiedenen herkünften eher den eindruck länger als breit als umgekehrt.
(ergänzt werden kann, dass es nach meiner ansicht an diesem standort keine plausiblen introgressionsmöglichkeiten von reichenbachiana oder riviniana gibt.)
erfreulicherweise ergeben sich keine widersprüchlichen hauptmerkmale zu den anderen, hier schon früher geposteten funden. auffällig allenfalls die stielleisten.
im vgl. zu eföls2008 bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das dortige laubblattform-bestimmungsmerkmal belastbar ist: ohne messung habe ich aus verschiedenen herkünften eher den eindruck länger als breit als umgekehrt.
(ergänzt werden kann, dass es nach meiner ansicht an diesem standort keine plausiblen introgressionsmöglichkeiten von reichenbachiana oder riviniana gibt.)
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Onlinekurt nadler
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
als nächstes eine aus meiner sicht nicht unbedeutende, laienhafte frage:
bezeichnet x scabra eine in ihrer merkmalskombination fortpflanzungsfähige stabilisierte hybride oder bloß kreuzungsprodukte zwischen den eltern?
bezeichnet x scabra eine in ihrer merkmalskombination fortpflanzungsfähige stabilisierte hybride oder bloß kreuzungsprodukte zwischen den eltern?
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Oliver Stöhr
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
Hallo Kurt,
danke für die Fotos zu Viola rupestris - die Artansprache passt!
Zur Viola x scabra: In der Literatur wird diese Hybride jedenfalls als zumindest stellenweise fertil beschrieben. Ich finde diese Hybride meist in der Nähe der Elternarten, an einigen Fundorten aber auch ohne V. hirta oder V. odorata in deren unmittelbarer Nähe. Auch heute habe ich sie wieder abseits offensichtlicher V. hirta neben V. odorata gefunden. Typisch ist, dass dieser Bastard im Vergleich zu V. hirta oft größere Flächen einnimmt (aufgrund des klonalen Wachstums) - siehe Bild von heute. Im Gelände schaut diese Hybride auf den ersten Blick wie eine in allen Pflanzenteilen mastige V. hirta aus ...
Weitere Viola-Funde von heute aus Nussdorf-Debant:
Viola odorata in Scherrasen im Ortsbereich
Viola riviniana x reichenbachiana (V. x bavarica) an einem Waldrand (Einzelind.)
Viola pyrenaica erneut - diese Art ist bei uns in Osttirol wirklich verbreitet!
Viele Grüße
Oliver
danke für die Fotos zu Viola rupestris - die Artansprache passt!
Zur Viola x scabra: In der Literatur wird diese Hybride jedenfalls als zumindest stellenweise fertil beschrieben. Ich finde diese Hybride meist in der Nähe der Elternarten, an einigen Fundorten aber auch ohne V. hirta oder V. odorata in deren unmittelbarer Nähe. Auch heute habe ich sie wieder abseits offensichtlicher V. hirta neben V. odorata gefunden. Typisch ist, dass dieser Bastard im Vergleich zu V. hirta oft größere Flächen einnimmt (aufgrund des klonalen Wachstums) - siehe Bild von heute. Im Gelände schaut diese Hybride auf den ersten Blick wie eine in allen Pflanzenteilen mastige V. hirta aus ...
Weitere Viola-Funde von heute aus Nussdorf-Debant:
Viola odorata in Scherrasen im Ortsbereich
Viola riviniana x reichenbachiana (V. x bavarica) an einem Waldrand (Einzelind.)
Viola pyrenaica erneut - diese Art ist bei uns in Osttirol wirklich verbreitet!
Viele Grüße
Oliver
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- Viola x scabra; Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
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- Viola odorata im Garten-Scherrasen; Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
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- Viola x bavarica, man beachte die Spornfarbe bzw. dessen Fleckung; Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
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- Viola pyrenaica; Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
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Oliver Stöhr
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Re: Viola-Workshop - kritische Arten unterscheiden, Hybrid-Problematik
Hier noch ein Bild von Viola hirta mitten im Bahnschotter von heute (Debant), so sieht man diese Art auch nicht alle Tage ;-)
LG
Oliver
LG
Oliver
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