Viola ambigua
- Norbert Sauberer
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Re: Viola ambigua
Zum Bodentyp auf dem Viola ambigua wächst: Das Steppen-Veilchen braucht offensichtlich etwas tiefer verwitterndes Substrat bzw. Feinsubstrat. Löss ist somit am besten geeignet, wenn man sich auf die Suche nach Viola ambigua begibt.
So kommt Viola ambigua im Steinfeld nur dort vor, wo durch die ehemalige Tätigkeit der Flüsse und Bäche sandige Auflagen angeschwemmt wurden. An der Thermenlinie ist Viola ambigua auch sehr selten und kommt wiederum nur dort vor wo es Lössauflagen oder tiefer verwitterndes Substrat gibt; daher auch eher dort wo es kleinräumig anderes Gestein gibt. Auf Dolomit kommt die Art nicht vor.
Gestern habe ich Viola ambigua auch mit einem winzigen Bestand von ca. 40 Individuen in Traiskirchen gefunden. Zwei schmale Streifen zwischen Wienersdorf und Tribuswinkel wurden offensichtlich niemals umgebrochen und hier haben sich nette Arten wie Veronica prostrata, Thymus kosteleckyanus und Marrubium peregrinum erhalten. Viola ambigua kommt nun hinzu und ist auch neu für das Gemeindegebiet. Die von Stefan erwähnte Torsion ist bei einigen Blüten gut zu sehen. Ein gutes Merkmal?
Und hier noch ein Vergleichsfoto mit Viola hirta. Die Blüten bei Viola ambigua sind kleiner und deutlich dünkler, was am Foto leider nicht so gut erkennbar ist wie in Realiter. Wichtig ist auf jeden Fall die Blattfolge: Die Spreiten der frühesten Laubblätter sind bei Viola hirta UND Viola ambigua meist leicht eingebuchtet. Während sich die Einbuchtung bei den später austreibenden Laubblättern von V. hirta immer mehr verstärkt, ist bei V. ambigua genau gegenteiliges im Gange und die Spreiten sind am Grunde dann plus/minus gerade abgeschnitten oder nur ganz schwach eingebuchtet.
So kommt Viola ambigua im Steinfeld nur dort vor, wo durch die ehemalige Tätigkeit der Flüsse und Bäche sandige Auflagen angeschwemmt wurden. An der Thermenlinie ist Viola ambigua auch sehr selten und kommt wiederum nur dort vor wo es Lössauflagen oder tiefer verwitterndes Substrat gibt; daher auch eher dort wo es kleinräumig anderes Gestein gibt. Auf Dolomit kommt die Art nicht vor.
Gestern habe ich Viola ambigua auch mit einem winzigen Bestand von ca. 40 Individuen in Traiskirchen gefunden. Zwei schmale Streifen zwischen Wienersdorf und Tribuswinkel wurden offensichtlich niemals umgebrochen und hier haben sich nette Arten wie Veronica prostrata, Thymus kosteleckyanus und Marrubium peregrinum erhalten. Viola ambigua kommt nun hinzu und ist auch neu für das Gemeindegebiet. Die von Stefan erwähnte Torsion ist bei einigen Blüten gut zu sehen. Ein gutes Merkmal?
Und hier noch ein Vergleichsfoto mit Viola hirta. Die Blüten bei Viola ambigua sind kleiner und deutlich dünkler, was am Foto leider nicht so gut erkennbar ist wie in Realiter. Wichtig ist auf jeden Fall die Blattfolge: Die Spreiten der frühesten Laubblätter sind bei Viola hirta UND Viola ambigua meist leicht eingebuchtet. Während sich die Einbuchtung bei den später austreibenden Laubblättern von V. hirta immer mehr verstärkt, ist bei V. ambigua genau gegenteiliges im Gange und die Spreiten sind am Grunde dann plus/minus gerade abgeschnitten oder nur ganz schwach eingebuchtet.
- Stefan Lefnaer
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Re: Viola ambigua
Ein wichtiges Merkmal ist - wie von Jiří Danihelka mitgeteilt - die Behaarung (v.a. Blattstiele): V. hirta zuerst kahl, später lang behaart:

V. ambigua ganz kurz behaart:

V. ambigua ganz kurz behaart:
-
kurt nadler
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Re: Viola ambigua
danke für die schönen und instruktiven gegenüberstellungen. eigentlich eh nicht verwechselbar, man braucht aber ein bissl übung und muss immer genau schaun (no na). konnte heuer mit engagierterem veilcheninteresse noch keine gebiete finden, wo hirta und ambigua zusammenkommen, breitenbrunn ist ja hirtabestimmt, prellenkirchen konnte ich wider erwarten hirta nicht (mehr) finden (Korrektur 13.4.2020: am großen innerörtlichen Parkrasen dann doch 1 einziges Exemplar (und die unweit stehenden zuvor hier geposteten unbestimmbaren wohl auch mit hirta-Einfluss)). scheinbar ist das in traiskirchen anders. wäre interessant, wenn wer eine hybride hirta - ambigua auftischen würde.
wenn doch so ein biotop schützbar wäre! vielleicht einen kauf durch den nönb wert? oder doch nur zweitrangig?
wenn doch so ein biotop schützbar wäre! vielleicht einen kauf durch den nönb wert? oder doch nur zweitrangig?
Zuletzt geändert von kurt nadler am Montag 13. April 2020, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
- Norbert Sauberer
- Beiträge: 657
- Registriert: Samstag 1. April 2017, 21:22
Re: Viola ambigua
Diese zwei Heidereste zwischen Wienersdorf un Tribuswinkel sind im Eigentum der Gemeinde Traiskirchen und der zuständige für Natur- und Umweltschutz weiß bereits über die Bedeutung und den Artenreichtum auf diesen Flächen bescheid. Seit dem letzten Jahr findet eine extensive einmalige Beweidung im Hochsommer/Frühherbst statt.
- Norbert Sauberer
- Beiträge: 657
- Registriert: Samstag 1. April 2017, 21:22
Re: Viola ambigua
Danke Stefan! Das Merkmal mit der Behaarung der Blattstiele schaue ich mir heute noch an!
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