Ich kann nur themastreifend erwähnen, dass man in Buchenurwäldern durchaus Vegetationsaufnahmen machen kann, die nur eine einzige Art, die Buche, umfassen (siehe
https://www.zobodat.at/pdf/STAPFIA_0111_0206-0238.pdf, Seite 218) und dass Buchenurwälder zu den artenärmsten Lebensraumtypen Europas gehören können. Es gibt nicht so viele Organismen, die in Klimaxwäldern überdauern können, zum Glück gibts auch in der (wenigstens der wasser- oder felsgeprägten) Naturlandschaft eine enorme Standortsvielfalt.
Eine Forstraße in den Urwald rein, und schon steigt die Biodiversität beträchtlich - so die -fachlich richtige - Marketingstrategie der ÖBf; wird auch freimütig praktiziert, wie unsere Biotopkartierungsergebnisse in Sbg. zeigen.
Deswegen verschließe ich mich so weit möglich der Modeströmung "Biodiversitätsschutz" und bleib beim guten alten "Naturschutz", der allerdings auch eine höchst missverständliche Terminologie aufweist, weil man ja dabei fast nur "Kulturschutz" betreibt.