Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

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Carnifex
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Re: Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

Beitragvon Carnifex » Mittwoch 21. Oktober 2020, 00:57

Neben den üblichen Neophyten (Springkraut, Goldrute und Berufskraut) auch größere Bestände von Physocarpus opulifolius
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Ein wenig hat auch noch geblüht:
Campanula cespitosa
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Euphrasia salisburgensis
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Heracleum austriacum
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Welche Rosa hat solche langen Früchte?
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Und dieses Polygala?
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Fissidens dubius, was für ein interessantes Moos!
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Peltigera praetextata, größer als mein Handteller
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Riesige Baumpilze, Fomitopsis pinicola
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Solorina saccata
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Jürgen Baldinger
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Re: Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

Beitragvon Jürgen Baldinger » Mittwoch 21. Oktober 2020, 06:17

Die Rose könnte Rosa pendulina, die Kreuzblume Polygala amara sein.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"

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Stefan Lefnaer
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Re: Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

Beitragvon Stefan Lefnaer » Sonntag 21. Februar 2021, 22:31

Gibt es eigentlich Untersuchungen die die Biodiversität (sowohl die α-Diversität auf bestimmten Flächen als auch die β-Diversität zwischen Flächen unterschiedlicher Sukkzessionsstadien nach Windbruch, Lawinen, Schlägerungen, Auf-Stock-setzen der Niederwaldschicht usw.) in solch einem Wildnisgebiet und einem über Jahrhunderte vom Menschen bewirtschafteten und "ausgebeuteten" Wald vergleichen? Kennt da jemand etwas? Es ist schon klar, dass man das Wildnisgebiet Dürrenstein nicht direkt z.B. mit einem lichten, trockenen Mittelwald im Weinviertel vergleichen kann. Sowohl wegen der unterschiedlichen geographischen und Höhenlage als auch weil jede Art schützenswert ist, egal ob sie seit dem Ende der letzten Eiszeit da oder im Neolithikum oder in dieses spezielle anthopogene Habitat mit Hilfe des Menschen eingewandert ist etc. Interessant wäre es trotzdem, zumal viele Menschen, sogar naturinteressierte, nur "unverfälschte" Natur, die es in Mitteleuropa gar nicht mehr gibt (auch das Wildnisgebiet ist z.B. durch menschengemachten Stickstoffeintrag aus der Luft und das Ausrotten von großen Pflanzenfressern durch den Menschen verändert) für schützenswert erachten, aber nicht Kulturlandschaften. Anthropogene Landschaften (z.B. Heiden, die in Wirklichkeit -- der Graus aller Förster -- durch Beweidung degradierte ehemalige Wälder sind) werden allerdings oft mit Naturlandschaften verwechselt und dann ebenfalls für wertvolle "Natur" gehalten.

kurt nadler
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Re: Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

Beitragvon kurt nadler » Montag 22. Februar 2021, 12:20

Ich kann nur themastreifend erwähnen, dass man in Buchenurwäldern durchaus Vegetationsaufnahmen machen kann, die nur eine einzige Art, die Buche, umfassen (siehe https://www.zobodat.at/pdf/STAPFIA_0111_0206-0238.pdf, Seite 218) und dass Buchenurwälder zu den artenärmsten Lebensraumtypen Europas gehören können. Es gibt nicht so viele Organismen, die in Klimaxwäldern überdauern können, zum Glück gibts auch in der (wenigstens der wasser- oder felsgeprägten) Naturlandschaft eine enorme Standortsvielfalt.
Eine Forstraße in den Urwald rein, und schon steigt die Biodiversität beträchtlich - so die -fachlich richtige - Marketingstrategie der ÖBf; wird auch freimütig praktiziert, wie unsere Biotopkartierungsergebnisse in Sbg. zeigen.
Deswegen verschließe ich mich so weit möglich der Modeströmung "Biodiversitätsschutz" und bleib beim guten alten "Naturschutz", der allerdings auch eine höchst missverständliche Terminologie aufweist, weil man ja dabei fast nur "Kulturschutz" betreibt.

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Jürgen Baldinger
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Re: Exkursion Wildnisgebiet Dürrenstein, Führung Reinhard Pekny

Beitragvon Jürgen Baldinger » Donnerstag 25. März 2021, 19:38

Das Wildnisgebiet wird erweitert, siehe https://www.wildnisgebiet.at/bt/buerger ... assingtal/ und https://steiermark.orf.at/stories/3096397/
IMG_20210325_193737.jpg
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