Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
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kurt nadler
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Re: Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
lieber gerhard
eine tabellarische, nicht einzelartenbezogene, runterladbare einstufungsübersicht wäre natürlich besonders benutzerfreundlich.
ich gebe noch zu bedenken, dass viele als "magerzeiger" geltende arten nix anderes als konkurrenzflieher sind und die N-zahl damit nicht zufriedenstellend assoziiert ist. da wirkt auch die lichtzahl mit.
als referenz für diese aussage dienen mir unsere prellenkirchner scherrasenerkenntnisse, wonach am gleichen standort bei langjährig einmal jährlichem häckseln ein üppiges arrhenatherum-ailanthusdickicht möglich ist, bei fünfmaligem häckseln bereits zahlreiche "magerkeitszeiger" auftreten, deren anteile dann bei vielfachmahd als scherrasen weiter zunehmen, auch wenn niemals schnittgutabtransport stattfindet und luftstickstoff zusätzlich einfließt. letztlich gehts an diesen standorten bis hin zu hieracium pilosella-monodominanzen (die ja nicht grad als stickstoffzeiger gilt).
wie man dieses dilemma sinnig auflöst, entzieht sich aber meiner phantasie.
mit besten grüßen
kurt
eine tabellarische, nicht einzelartenbezogene, runterladbare einstufungsübersicht wäre natürlich besonders benutzerfreundlich.
ich gebe noch zu bedenken, dass viele als "magerzeiger" geltende arten nix anderes als konkurrenzflieher sind und die N-zahl damit nicht zufriedenstellend assoziiert ist. da wirkt auch die lichtzahl mit.
als referenz für diese aussage dienen mir unsere prellenkirchner scherrasenerkenntnisse, wonach am gleichen standort bei langjährig einmal jährlichem häckseln ein üppiges arrhenatherum-ailanthusdickicht möglich ist, bei fünfmaligem häckseln bereits zahlreiche "magerkeitszeiger" auftreten, deren anteile dann bei vielfachmahd als scherrasen weiter zunehmen, auch wenn niemals schnittgutabtransport stattfindet und luftstickstoff zusätzlich einfließt. letztlich gehts an diesen standorten bis hin zu hieracium pilosella-monodominanzen (die ja nicht grad als stickstoffzeiger gilt).
wie man dieses dilemma sinnig auflöst, entzieht sich aber meiner phantasie.
mit besten grüßen
kurt
- Stefan Lefnaer
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Re: Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
Ich möchte diese Serie nun fortführen. Vielleicht wollen andere auch mitmachen. Im folgenden wieder ein solch ein seltsames Paar, bestehend aus der kalkmeidenden Myosotis stricta (neu für Qu. 7764-2) und der kalkliebenden Hornungia petraea (vgl. Lefnaer (2020)). Aufgenommen in der Industriebrache bzw. Stadtwildnis Grellgasse.
- Jürgen Baldinger
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Re: Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
Zu ökologisch auffälligen Syntopien siehe auch hier.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
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Re: Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
Heute bei Hollabrunn auf einer trockenen Magerwiese am Waldrand ein auf den ersten Blick seltsames Paar, Polygala major EN und Polygala amarella LC , im PA EN (die kleine P. amarella jeweils separat herausgestellt):
Ein Blick in die Zeigerwerte (ZWÖ24) zeigt aber, dass diese Paarung keineswegs abwegig ist und die Zeigerwerte der beiden Arten durchaus gut zusammenpassen:
Polygala amarella: L8 Ti K5 Fi R8 N2 S0
Polygala major: L8 T7 K7 F3~ R8 N3 S0
Ein Blick in die Zeigerwerte (ZWÖ24) zeigt aber, dass diese Paarung keineswegs abwegig ist und die Zeigerwerte der beiden Arten durchaus gut zusammenpassen:
Polygala amarella: L8 Ti K5 Fi R8 N2 S0
Polygala major: L8 T7 K7 F3~ R8 N3 S0
- Stefan Lefnaer
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Re: Ansprüche von Arten an Bodenkennwerte
Im Folgenden ein Seggen-Tripel, dessen Mitglieder sich bezüglich deren Zeigerwerte teilweise recht deutlich unterscheiden (v.a. bei der Lichtzahl), die ich heute bei Ladendorf auf einer Schlagfläche in einem trocken-warmen Wald syntop antreffen konnte:
Carex michelii NT — L6 T6 K6 F3 R7 N4 S0
Carex montana LC — L5 Ti K5 F4 ~ R7 N4 S0
Carex pilosa LC — L3 T6 K6 F5 ~ R5 N5 S0
Carex michelii NT — L6 T6 K6 F3 R7 N4 S0
Carex montana LC — L5 Ti K5 F4 ~ R7 N4 S0
Carex pilosa LC — L3 T6 K6 F5 ~ R5 N5 S0
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